Die aoHV der Bayerischen Vereinsbank, München, beschloß die Erhöhung des Grundkapitals um 11 auf 33 Mill. DM. Die neuen, ab 1. Januar 1956 gewinnberechtigten Aktien sollen den Aktionären von dem übernehmenden Bankenkonsortium unter Führung der Süddeutsche Bank AG im Verhältnis 2 : 1 zum Kurse von 115 v. H. angeboten werden. Die Bezugsfrist läuft bis zum 2. Dezember, das Bezugsrecht wird am 28., 29. und 30. November notiert. Dr. Butzengeiger vom Vorstand teilte mit, daß das Institut zum Ende des Jahres den offenen Rücklagen einen stattlichen Millionenbetrag zuführen und außerdem auch aus dem Ertrag des Jahres 1955 noch einen größeren Betrag zuweisen zu können hoffe. Die Bilanzsumme sei bis zum 31. Oktober 1955 auf rd. 1,4 Mrd. DM gestiegen, gegenüber 1,2 Mrd. DM Ende 1954. Das Verhältnis zwischen der Bilanzsumme und den ausgewiesenen eigenen Mitteln habe sich damit weiter zuungunsten der letzten verändert gehabt; es werde sich nunmehr durch die Kapitalerhöhung und die Anreicherung der Reserven wesentlich verbessern.

Nach Dr. Butzengeiger hat der Verlauf des Geschäftsjahres 1955 voll den Erwartungen des Vorstandes entsprochen. Die Bilanzsumme habe sich gegenüber Ende 1954 um rd. 15 v. H. erhöht. Die Spareinlagen zeigen eine weitere Zunahme um mehr als 30 Mill. DM auf nahezu 192 Mill. DM. Für das laufende Geschäftsjahr könne auf Grund der bisherigen Entwicklung mindestens mit der Vorjahresdividende von 9 v. H. gerechnet werden, v. Isar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, München. Der HV wurde der Abschluß 1954 vorgelegt. Das Jahr brachte ein Anwachsen des Versicherungsbestandes auf rund 266 Mill. DM (i. V. 219 Mill.) Der Anteil der Ausgleichsforderungen ist weiter zurückgegangen auf 33,1 v. H. Der Verlauf der Sterblichkeit war wiederum günstig. Trotz der allgemein steigenden Tendenz der Verwaltungskosten konnten sowohl laufende Kosten als auch Abschlußkosten aus den rechnungsmäßigen Zuschlägen gedeckt werden. Der Bruttoüberschuß betrug 1,7 Mill. DM (i. V. 1,3 Mill. DM). Von diesem Überschuß erhalten die Versicherten eine Zuweisung von 97,5 v. H. Die Gesellschaft hat im laufenden Jahr die Gewinnzuweisung an die Versicherten wieder aufgenommen. (Grunddividende 15 bis 18 v. H. der Prämie, Schlußdividende 50 bis 100 Promille der Versicherungssumme.) Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 6 v. H. auf das eingezahlte AK. Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr ist weiterhin günstig.

Die Schultheiß-Brauerei AG, Berlin, hat, wie aus einem vorläufigen Bericht des Vorstandes über das am 30. September beendete Geschäftsjahr 1954/55 hervorgeht, den Ausstoß ihrer eigenen Betriebe und der Tochtergesellschaften (Dortmunder Bergmann-Brauerei und Aktienbrauerei Feldschlößchen, Minden/Westf.) auf über 700 000 hl erhöhen können. Davon entfielen fast 600 000 hl auf die Schultheiß-Betriebe. Die Umsatzsteigerung von über 23 v. H. ist allen Sparten in gleichem Umfang zugutegekommen. Das finanzielle Ergebnis war entsprechend zufriedenstellend, so daß mit der Heraufsetzung der vorjährigen Dividende (5 v. H.) auf das erhöhte AK von 23 Mill. DM zu rechnen ist. Von der Möglichkeit, die Vorzugs- in Stammaktien umzuwandeln, haben bisher die Besitzer von mehr als der Hälfte dieser Papiere Gebrauch gemacht. Die Entscheidung über die strittige Dividende für die Zeit zwischen dem Kriegsende und der Währungsreform, bei der es um das Recht der damaligen Vorzugs- und Stammaktionäre geht, wird am 8. Dezember vom Bundesgerichtshof gefällt werden. Auch die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften wird als erfreulich bezeichnet. Die Freundschaftsabkommen zwischen Schultheiß und der Engelhardt- bzw. Groterjahn-Brauerei in Berlin haben sich so günstig ausgewirkt, daß sie verlängert und erweitert werden sollen. Das Investitionsprogramm sieht im neuen Geschäftsjahr in allen Produktionsstätten vornehmlich die Erweiterung der Kellereianlagen vor. Die Wiederaufbauarbeiten in Berlin und Minden stehen vor dem Abschluß. Für bestimmte Forschungszwecke hat der AR dem Deutschen Brauerbund e. V. in Bonn einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt.

Debeka Krankenversicherungsverein Koblenz. Dieser vor 50 Jahren ins Leben gerufene Krankenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit, in seiner Art der größte im Bundesgebiet, hat seinen Versicherungsbestand vom 31. Dezember 1951 bis 31. Dezember 1954 um 106 608 selbständige Haupt- und Zusatzversicherungen erhöht. Ende 1954 bestanden insgesamt 932 924 Versicherungen. Dem Beitragsaufkommen von 58,795 Mill. DM in 1951 steht ein solches von 74,976 Mill. DM in 1954 gegenüber. Für Versicherungsleistungen einschl. der Zuführung zur Schadenreserve und der geleisteten und zurückgestellten Schadenbearbeitungskosten wurden 1954 rund 63,284 Mill. DM ausgegeben. Die Verwaltungskosten einschl. Abschlußkosten machten 1954 7,440 Mill DM aus, das sind 9,92 v. H. der Beitragseinnahmen. Die Bilanzsumme stieg von 35,601 Mill. DM am 31. Dezember 1951 auf 49,829 Mill. DM am 31. Dezember 1954. Im bisherigen Teil des Jahres 1955 hat die Aufwärtsentwicklung weiter angehalten. Am 20. August 1955 bestanden 968 680 und am 30. September 1955 rund 973 000 Versicherungen.

Kienzle Apparate G.m.b.H., Villingen/Schwarzwald. Das Unternehmen hat seine Kapazität nach Fertigstellung eines Erweiterungsbaues erheblich ausgedehnt. Die Kienzle Werke, die Büromaschinen, Fahrtschreiber und Parkautomaten herstellen, haben zur Zeit 2000 Beschäftigte.