Hamburg – Großstadt und Welthafen. Festschrift zum 30. Deutschen Geographentag 1955 in Hamburg (Verlag Ferdinand Hirt, Kiel, 326 Seiten mit 79 Karten und 18 Tafeln, 28,– DM).

Am Beispiel Hamburgs stellt sich hier die Geographie als moderne Wissenschaft und Bildungsmacht vor. Aus einer ungewönlichen Vielfalt von Ausgangspunkten und Betrachtungsweisen entsteht ein lebendiges Bild der Weltstadt und zugleich ein glänzendes Dokument dafür, was Geographie für alle Bereiche des Lebens heute zu leisten vermag. In 22 Kapiteln werden Natur und Geschichte, Industrie und Wirtschaft, Wasserversorgung und Stadtplanung, Bevölkerungsstruktur und Verkehr beschrieben. Der Beitrag etwa über "Die Elbe, Hamburgs Lebensader" zeigt, welche Anstrengungen nötig waren; um Elbe und Hafen auch für Ozeanriesen befahrbar zu machen.

Eine ganze Reihe von Beiträgen beschäftigt sich mit den Beziehungen Hamburgs zur Welt. Wann und unter welchen Umständen öffneten sich Ostasien, Afrika oder Iberoamerika der deutschen Schiffahrt und dem deutschen Handel? Welche Einwirkungen hatte der Seeverkehr auf die geistigen Beziehungen? Derartige Fragen zeigen, wie wenig sich eine solche Arbeit lokalisieren ließ. Der Band enthält deshalb auch ein gutes Stück Kultur-, Wirt- – schafts- und Schiffahrtsgeschichte. ni