ram. iel., Stettin

Seit der Unterzeichnung des Abkommens über die Oder-Flußschiffahrt zwischen Warschau und Pankow im März 1955 kommen regelmäßig polnische Lastkähne mit oberschlesischer Kohle in die Sowjetzone. Der größte Teil der Kohlen geht nach Ostberlin, wo sie unter anderem im Hafen des Kraftwerkes Klingenberg angelandet werden. Der Transport wird sowohl von dem polnischen Schiffahrtsunternehmen Zegluga na Odrze als auch von dem sowjetzonalen Betrieb DSU (Deutsche Schiffahrts- und Umschlagszentrale) durchgeführt. Wie aus einer illustrierten Beilage der Warschauer Zeitung Zycie Warszawy zu ersehen ist, befinden sich auf allen Lastkähnen und Flußschleppern militärische Bewachungskommandos. Die von der Zeitung veröffentlichten Photos zeigen, daß in Fürstenberg/Oder die polnischen Bewacher durch sowjetdeutsche abgelöst werden.