Dd., Mainz

Auf den über Zeitungen und Agenturen in Rheinland-Pfalz verbreiteten Vorwurf der Jungen Union, die Landesregierung habe bei der Ausgestaltung des Deutschen Ecks in Koblenz versagt, erwiderte jetzt Finanzminister Dr. Nowack in einer Verlautbarung: das treffe nicht zu. Die Junge Union hatte vor einem Jahr angeregt, eine Erinnerungstafel für die Opfer des 20. Juli 1944 am Eck anzubringen.

Dr. Nowack erklärte dazu, das Deutsche Eck sei als Mahnmal der deutschen Einheit geschaffen worden und verkörpere symbolisch das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937. Eine Erinnerungstafel für die deutschen Widerstandskämpfer entspreche dem Charakter dieser Gedenkstätte nicht, womit nicht gesagt sein solle, daß man der Ereignisse vom 20. Juli nicht an anderer Stelle gedenken möge.