Erstmals nach den von der Notenbank Anfang August eingeleiteten Resfriktionsmafjnahmen zeigt die Bankenstatistik für das Bundesgebiet in der zweiten Oktoberhälffe eine Rückbildung des kurzfristigen Kreditvolumens. Diese Rückbildung geht ausschließlich auf die Verminderung der Wirischaftskredite zurück. Der Schwerpunkt der Schrumpfung lag beim Kontokorrent, während Wechsel- und Akzepfkredite noch eine Ausweitung erfahren haben. Das kurzfristige Kredifvolumen (an Wirfschaftsunfernehmen und Private) lag am 31. Oktober um 53 Mill. DM unter dem Stand am gleichen Datum des Vormonats. Die kredifpolitischen Maßnahmen der Notenbank haben also die effektive Kredifentwicklung spürbar beeinflußt. Nadi den neuesten Ifo Konjunkfurfesf sind die Auftriebskräfte im Grundstoff- und Produkfionsgüterbereich im Oktober nicht mehr so stark gewesen wie bisher. Dagegen hat sich in der Verbraudisgüferindustrie die Geschäftstätigkeit weiter belebt. Im Investitionsgüferbsreich hielten die Spannungen an. Die Auftragsbestände haben sich weifer erhöht, während sich der Abbau der Warenlager fortsetzte. Trotz der noch bestehenden Engpässe sind die in einigen Bereichen der Industrie vorhandenen leichten Preisauffriebsfendenzen aber geringer geworden. Die Zahl der Firmen, die in nächster Zeit mit Preiserhöhungen rechnen, wurde kleiner.

Die Tendenz auf dem Aktienmarkt ist wieder freundlicher geworden. Das Angebot wurde geringer. Zum Teil trq f die Käuferseife auf teere Märkte und mufjte Kurzkonzessionen machen. Damit scheint die Krise, in die die Aktienmärkte seif der Erkrankung Eisenhowsrs hineingeraten waren, beendet zu sein, zumal eine erkennbare Preisberuhigung die Sorgen wegen neuer Restriktionen der BdL gegenwärtig stark vermindert hat.