Die Bundesrepublik ist zu einem der bedeutendsten Exportländer von Rundfunkgeräten geworden. Für dieses Jahr wird erstmals mit einer Ausfuhr von mehr als 1 Mill., Stück gerechnet im Wert von 150 Mill. DM. Diese Prognose stellte der Verkaufsleiter der Graetz Radio- und Fernsehwerke, Hans Schürer, anläßlich eines Empfanges von Vertretern der Exportwirtschaft und des Transportwesens in Bremen. Schürer untermauerte die Schätzung mit den Exportzahlen für die ersten acht Monate 1955, wo bereits 708 533 Geräte im Wert von 100 Mill. DM exportiert wurden, gegenüber 481 903 Einheiten im Wert von 67,5 Mill. DM in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die erreichte Steigerung liegt mit 50 v. H. weit höher als die allgemeine Entwicklung des Industrieexports. Die Skala der Abnahmeländer ist groß; die Graetz-Werke, deren Exportanteil gegenwärtig bei 46 v. H. der Produktion liegt (die Exportquote bei der Starklicht-Sturmlaterne "Petromax" stellt sich sogar auf fast 100 v. H ), setzen ihre Erzeugnisse in mehr als 100 Ländern ab. Hauptkonkurrenten sind die USA, England und Holland.

Neuerdings tritt auch Japan verstärkt in Erscheinung. Die japanischen Geräte sind extrem billig, wenn auch die Qualität noch nicht dem deutschen Niveau entspricht. Sp.