Baden-Württemberg. Das Heft 11 der "Südwestdeutschen Monatsschrift für Kultur, Wirtschaft und Reisen" aus dem Verlag Banholzer & Co. in Stuttgart-Bad Cannstadt läßt auch im Übergangsklima vom Herbst zum Winter seine Frische nicht vermissen. Diese Zeitschrift, die so viel für das schöne Reise- und Bäderland in der deutschen Südwestecke tut, hat schon manchen, der unentschlossen Bilder und Karten an sich vorübergleiten ließ, zum Entschluß gebracht: an den Bodensee, in den Schwarzwald, nach Wildbad oder Freudenstadt, ja gar nach Stuttgart zu fahren. Wer reisen kann, baut mit an der Kultur seines Landes.

Zu "Ferien im Schnee" will das Winterreise-Sonderheft des Bergverlags Rother, München, verlocken, das reich bebildert die Wintersportplätze der Alpen (Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Österreich, Schweiz) zusammenstellt mit wichtigen Angaben über Hotels und Gaststätten, Sessellifte und Seilbahnen, Skikurse, Skitouren.

Freiburg im Breisgau. – Wer in die Münsterkirchenstadt des Schwarzwaldes reisen will, soll nicht erstaunt sein, daß man ihm unter Umständen sieben verschiedene bunte Faltblätter und Prospekte in die Hand drückt. So günstig liegt wohl kaum noch eine andere Stadt: unter dem Schauinsland, in "Griffnähe" von mindestens sechs der schönsten Tausender des Hochschwarzwaldes, und mit dem Blick auf den Kaiserstuhl, die "Wärmflasche des Oberrheins." Um dies alles darzustellen, braucht man mehr als einen Prospekt.

Wiesbaden bekommt eine Kongreßhalle. – Mit der Rhein-Mainhalle, zu der vor kurzem der erste Spatenstich getan worden ist, bekommt das schöne Taunus-Heilbad endlich die von ihm schon so lange gewünschte Kongreßhalle. Dann werden die großen Tagungen, die teilweise an Wiesbaden, mangels einer geeigneten "Tagungsunterkunft" vorbeigehen mußten, endlich in der Metropole des Rheingaus abgehalten werden können. Denn Platz genug, um Tausende von Teilnehmern unterbringen zu können, war schon immer vorhanden, nur das "auditorium maximum" fehlte bisher. 1956 wird es Voraussichtlich vollendet sein.

Teutoburger Wald. – In der Reihe der Westfalenbücher erschien schon in der dritten, neugestalteten Auflage Ludwig Wegmanns Band "Teutoburger Wald", vom F. Coppenrath-Verlag in Münster liebevoll in Papier, Druck und Bebilderung (31 Fotos) ausgestattet. Ein echtes Heimatbuch wird dem Wanderer in die Hände gelegt.

Deutsches Handbuch für Fremdenverkehr. – Der Band 1 der 15. Ausgabe Württemberg – Baden – Bodensee ist in der sorgfältigen Bearbeitung durch Verkehrsdirektor Hans Planitz wieder im Erwin Jaeger-Verlag, Darmstadt, erschienen. Die gleiche Ausstattung des Textteils, teilweise auf Kunstdruckpapier mit Buntfotos, wie sie erstmalig der Schweizer Band enthielt, ist jetzt allen vier deutschen Bänden auch zuteil geworden. Imponierend ist vor allem der lexigraphische Teil des Bandes, der die Nachschlageseiten "Arzt und Patient", "Erziehung und Schulung", "Dienst am Fremdenverkehr" enthält. Das Unterkunftsverzeichnis bringt aus 900 bis 1000 Orten (nur des behandelten Gebiets!) weit über 5000 Häuser, die alle noch einmal in den Textseiten mit Abbildungen und Eigenangaben wiederkehren. Das Buch ist das Nachschlagewerk für die Männer der Praxis die auch den Reisenden selbst bei der Unterrichtung gern hineinsehen lassen.

Kurübungs-Wegekarte. Der Dreiort Hahnenklee–Bockswiese–Auerhahn läßt seinen Gästen beim ersten Besuch im Haus der Kurverwaltung eine besondere und neue Aufmerksamkeit überreichen: die Kurübungs-Wegekarte. In einem Maßstab von 1:13000 zeigt sie im Fünffarbendruck alle Wanderwege im Bereich des Dreiorts, eingeteilt in fünf Gruppen, je nach ihrer Steigung im Gelände. Der Kurgast kann sich danach seine Wanderaufgaben mühelos selbst zusammenstellen und nach Steigung und Länge selbst bemessen. Höhenangaben zeigen dem "Bergsteiger", welche Gipfelleistungen er vollbracht hat. Über den Sinn der Kurübungswege schrieb Dr. Leo Schulz, der Leiter der Wetterwarte und Medizin-Meteorologischen Beratungsstelle für den Harz. Beides Länder, die zuviel bieten und daher zum danerVagabundieren herausfordern. Italien hält auch in diesem Jahr den "Weltrekord im Fremdenverkehr".