Am Wochenbericht über die Weltrohstoffmärkte ;r Hamburger Kreditbank A G,dem achfolgeinstitut der Dresdner Bank in Norddeulsdiland,entnommen.

Jie seit Wochen bestehende rückläufige oche ( 14 —18.11.1955) infolge sowjetrussiher Käufe von Kautschuk und Wolle sowie irch den Ausgang der Genfer Konferenz und e unsichere politische Lage im Mittelmeerum durchbrochen. Diese Preisfestigungsten> nz erstreckte sich auch auf die NE Metalle id insbesondere auf Kupfer. Die internationan Rohstoffpreisindizes verzeichneten daher nen Anstieg, jedoch liegen sie unter dem iveau des Vorjahres. Da diese Preisentwickng während der Berichtswoche im wesentchen durch außerwirtschaftliche Faktoren aus2lost wurde, erscheint es fraglich, ob die seit wa Ende des Sommers überwiegend rücklauje Gesamtpreisbewegung endgültig zu einem tillstand gekommen ist. Die baissegunstige atistische Position der Agrarerzeugnisse und sr Widerstand der Verarbeiter gegen die nhen NE Metallpreise z. B deuten eher darif hin, daß die ruckläufige Preisbewegung ieder einsetzen wird, Getreide: An den US amerikanischen etreidemarkten zogen die Notierungen überiegend an, wobei Roggen sowohl in Chikago s auch in New York die größte Preisfestigung ifwies. Rückläufig dagegen waren die Maiseise, vermutlich infolge der letzten Erntehätzung des US amerikanischen Landwirthaftsministeriums. Die übrigen Getreidearten ofitierten insbesondere von den Wettermeljngen, die eine Kältewelle für die meisten ebiete des Getreideanbaugürtels voraussagn, Ära letzten Tag der Berichtswoche war eine neute Festigung der Getreidenotierungen zu srzeichnen, die durch eine Verlautbarung des S Landwirtschaftsministeriums ausgelöst wur3, aus der hervorging, daß im Rahmen des rogramms für die Unterbringung uberschüssi;r Agrarprodukte Vereinbarungen mit Brasisn und Israel zustande gekommen sind, wosch Brasilien derartige Waren im Wert von 22 Mill. Dollar gegen Zahlung in Cruzeiro, id Israel Waren im Wert von 17 04 Mill. Dolx gegen Zahlung in israelischen Pfund kaun werden. Bei diesen Bezügen handelt es sich n Weizen, Weizenmehl, Futtergetreide, Taäk und Schmalz für Brasilien, und um Weizen, nttergetreide und Baumwollsaatol im Falle raels.

NE Meta 11 e: Bei den NE Metallen lagen le Durchschnittspreise der Berichtswoche über snjenigen der Vorwoche, wozu der im allämeinen gute Verbrauch bei zum Teil relativ nappem Angebot beitrug.

Kupfer: Dieses Metall setzte seine Anstiegsbewegung fort, die wohl zum Teil als Reaktion auf den im September einsetzenden und bis weit in den Oktober hinein anhaltenden Preisrückgang anzusehen ist. In den USA wurde der Weltexportpreis während der Berichtswoche zweimal heraufgesetzt und lautet nunmehr auf 44 73 clb. Die Handlerpreise sowie die Forderungen der Lohnschmelzen wurden gleichfalls heraufgesetzt. Einen zusätzlichen Einfluß auf den NE Metallmarkt hat wohl auch der Ausgang der Genfer Konferenz ausgeübt. Immerhin machten sich bereits Anzeichen bemerkbar, die auf eine Preisabschwachung bei Kupfer Anfang des nächsten Jahres schließen lassen. Nachdem der Londoner Kupferpreis am 17. 11 in der Kassanotiz auf 388 25 clb gestiegen war, schwächte er sich um 64 £ am 18 11.ab, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß die Unternehmungslust durch die Heraufsetzung des Diskontsatzes durch sechs Banken des Federal Reserve Systems in den USA beeinträchtigt wurde. Bei der gegenwartigen Haussebewegung der Kupferpreise wird auch eine gewisse Preisresistenz der Verarbeiter ersichtlich.

Z i n n : Insbesondere der Londoner Zinnpreis erfuhr während der Berichtswoche eine erhebliche Heraufsetzung unter dem Einfluß des weiteren Rückganges der Vorräte der Londoner NE Metallborse. Auch der Abbruch der Lohnverhandlungen im Zinnbergbau in Nigeria trug hierzu bei. Die Backwardation weitete sich auf über 26 £ aus. Wie bei den übrigen NE Metallen traten auch bei Zinn am letzten Tag der Berichtswoche Preisverluste ein, da die Verarbeiternachfrage ruhig war und aus Singapur niedrigere Meldungen vorlagen.

B l e i : Blei, das in London die Woche auf einem höheren Niveau begann, verzeichnete nur ganz geringe Preisausschläge. Der anfängliche Preisanstieg war durch die sich haltenden Gerüchte über eins evtl. Heraufsetzung des Preises für Kassaware in New York hervorgerufen worden.

Z i n k : Dieses Metall verzeichnete keine besondere Entwicklung. Der britische Verbrauch ist vom August bis zum September- 1955 um fast 7000 tons auf insgesamt 30 080 tons gestiegen.