Ich wünschte, dieses Buch hätte schon für den Geschichtsunterricht zur Verfügung gestanden, als ich zum erstenmal etwas über die berühmten Persönlichkeiten erfuhr.“ Dieser Satz steht im Nachwort des Buches:

Will Cuppy: „Lorbeer zum halben Preis.“ Colloquium Verlag, Berlin, 223 Seiten, 9,80 DM.

Wahrhaftig ein Musterbeispiel für verfehlte und schiefe Geschichtsbetrachtung. Es stellt mit einer Gelassenheit, die nur aus vollkommener Unbildung erwachsen kann, die Geschichte von den Ägyptern bis Georg III. von England in den Dienst seiner Pointen. Der Verlag sagt: „... Fußnoten, die Will Cuppy wie kein anderer zu setzen verstand...“ Er meint zum Beispiel diese: „Dann wälzte er (Peter der Große) sich auf die andere Seite und schnarchte.“ Fußnote: „Peter war kein Vollidiot, aber einen Anflug davon hatte er.“ Oder: „Friedrich III...., den sein Kindermädchen auf den Kopf fallen ließ, der später eine Schuhschnalle verschluckte und der erste König von Preußen wurde.“ Fußnote: „Oder war es Friedrich Wilhelm I., der die Schuhschnalle verschluckte? Egal, Friedrich I. steckte sich jedenfalls Bohnen in die Nase.“ Ist denn Darstellung „des Menschlichen in der Geschichte“ gleichbedeutend mit würdeloser Schnodderigkeit? sy