Mit den seit dem 1. Januar eingetretenen weiteren Lohnerhöhungen und weiterhin ansteigenden Materialpreisen begründet der Vorstand der Bayerischen Motoren Werke AG, München, einige Preiskorrekturen, die ab 1. Februar für alle BMW-8-Zylinder-Modelle eine Erhöhung um 500 DM und bei der BMW-Isetta eine Erhöhung um 200 DM gebracht haben. Das Unternehmen betont, daß die tarifmäßigen Gehaltserhöhungen des vergangenen Jahres und die seit Sommer 1955 laufend anziehenden Preise für Rohmaterial, Kalt- und Fertigfabrikate bis Ende des vergangenen Jahres durch eine gründliche Rationalisierung der Fertigungsmethoden und eine weitere Vereinfachung der Verwaltung aufgefangen werden konnten.

Ob BMW mit dieser (offensichtlich notwendigen) Preiskorrektur ihrer Wettbewerbsfähigkeit in dem scharfen Konkurrenzkampf innerhalb der westdeutschen Automobilindustrie einen Dienst erwiesen hat, bleibt abzuwarten. Daß das Münchner Beispiel Schule macht und auch bei den übrigen Automobilproduzenten Preiserhöhungen nach sich zieht, ist jedoch kaum zu befürchten, weil das Münchner Werk durch seinen späten Nachkriegsstart immer noch etwas behindert ist und mit seinen 8-Zylinder-Modellen nur auf kleine Serien kommt. we

*

Veränderungen im Opel-Vorstand. Aus dem Vorstand der Adam Opel A.G. sind H. C. de Mierre und Wm. Lind ausgeschieden. Mit Wirkung vom 2. Januar berief der Aufsichtsrat E. H. Newcomer als ordentliches Mitglied in den Vorstand.

Bei der Deutschen Pfandbriefanstalt, Wiesbaden-Berlin, hat sich der Umlauf an Pfandbriefen und Kommunalobligationen bis Ende 1955 auf rd. 571 Mill. DM (Ende 1954:401,4) oder um 42,2 v. H. erhöht. Die außerdem aufgenommenen lang- und mittelfristigen Darlehen stellten sich auf rd. 631 Mill. DM. Hiervon waren rd. 43 (34,4) Mill. DM durch Namensschuldverschreibungen belegt. Die gesamten lang- und mittelfristigen Ausleihungen (Hypotheken- und Kommunaldarlehen) sind auf rd. 865 (649,8) Mill. DM angewachsen. Die Bilanzsumme des Instituts belief sich am 31. Dezember 1955 auf rd. 1,3 (1,1) Mrd. DM.

Dr.-Karl-Merck-Stiftung errichtet. Aus Anlaß des 70. Geburtstages von Dr. Dr. h. c. Karl Merck, Vorsitzer des Vorstandes der E. Merck Aktiengesellschaft, Darmstadt, beschloß der Vorstand des Unternehmens die Errichtung einer Dr.-Karl-Merck-Stiftung. Die Stiftung besteht in einer jährlichen Zuwendung von 25 000 DM zur Förderung des Nachwuchses für die chemische Industrie. Insbesondere sollen junge, in der Ausbildung befindliche Kräfte aller Art, die befähigt und würdig erscheinen, durch Beihilfen gefördert werden.

Die Württembergische Metallwarenfabrik In Geislingen/Steige will einer auf den 20. Februar einberufenen aoHV die Erhöhung des AK um 2,1 auf 12,6 Mill. DM vorschlagen. Das Bezugsverhältnis beträgt 5: 1, der Ausgabekurs der jungen Aktien 100 v. H. Bei einem Börsenkurs von 209 v. H. würde sich die rechnerische Parität des Bezugsrechts auf etwa 18 v. H. stellen. Die WMF hat für 1954 8 v. H. Dividende gezahlt; in 1955 ist der Umsatz auf über 8 Mill. DM gestiegen, für 1956 wird mit einer weiteren Zunahme gerechnet.