An dem Tanz um den „Juliusturm“ (den es, wie Finanzminister Schäffer uns versichert, nicht gibt) haben sich jetzt auch die ehemaligen Besatzungsmächte beteiligt. Das hätte sich vermeiden lassen, wenn Schäffer das Geld in den Taschen der Steuerzahler gelassen hätte. Dort hätte es niemand in Versuchung geführt und niemand zu der irrigen Vorstellung verleitet, daß ein Volk deshalb „reich“ oder gar „zu reich“ sei, weil es hart besteuert ist. Und was den deutschen Beitrag zur westlichen Verteidigung betrifft, so kann dieser nur nach dem gesamten Aufwand für die Aufstellung deutscher Streitkräfte und nicht nach den Ausgaben in einem bestimmten Zeitabschnitt beurteilt werden. Wir haben ja nicht einmal Geld genug, um die schweren Waffen zu bezahlen, wir müssen sie uns von den Amerikanern schenken lassen. Sollen wir dann hingehen und den Engländern und Franzosen Geschenke machen? Das wäre doch wohl zu absurd. Was von den für die deutsche Aufrüstung bereitgestellten Geldern zu anderweitiger Verwendung abgezweigt wird, muß ja irgendwie wieder in den Staatssäckel zurückfließen. Es sei denn, man einigt sich auf eine Beschränkung des deutschen Wehrbeitrags. G. U.