Die zur Victoria-Versicherungs-Gruppe gehörenden Gesellschaften, die Victoria zu Berlin Allgemeine (Lebensversicherung), die Victoria am Rhein Allgemeine, Düsseldorf (Lebensversicherung), die Victoria Feuer Berlin und die Victoria am Rhein, Feuer und Transport, Düsseldorf, haben in ihren HV die Abschlüsse 1948 bis 1954 bestätigen lassen. Die zur Victoria-Gruppe gehörende „Vorsorge Lebensversicherung“, Berlin, hat ihre Bilanzen bis 1953 bereits veröffentlicht. Die Victoria Rückversicherung, Berlin, wird in Kürze folgen. Es ist beabsichtigt, die Aufteilung des westdeutschen Geschäftsgebietes zwischen den beiden Berliner und den beiden Düsseldorfer Gesellschaften demnächst aufzuheben und die Victoria am Rhein mit der Victoria zu Berlin und die Victoria am Rhein Feuer und Transport mit der Victoria Feuer zu verschmelzen.

Der Bestand der beiden Lebensgesellschaften hat sich von (alles in Mill. DM) 587 am Währungstichtag Ende 1954 wieder auf 1048 erhöht und wird 1955/56 rund 1200 betragen. Die jährlichen Prämieneinnahmen beider Lebensversicherungsgesellschaften stellten sich 1954 auf 52 und bei den beiden Sachversicherungsgesellschaften auf 55. Die beiden Lebensgesellschaften haben seit der Währungsreform bis 1954 86,3 Versicherungsleistungen erbracht und die beiden Sachversicherungsgesellschaften 143,6. Während die Lebensversicherung bereits unmittelbar nach der Währungsreform wieder Überschüsse bilden konnte, sind in der Feuer-, der Haftpflicht- und der Kraftfahrtversicherung erhebliche Anfangsverluste zu verzeichnen.

Das Vermögen der Lebensgesellschaften ist bis Ende 1954 von 105 auf 264 gestiegen und bei den Sachgesellschaften von 19 auf 54. Aus den Überschüssen der Lebensgesellschaften konnten 17 den Gewinnrückstellungen der Versicherten zugewiesen werden, das sind 90 v. H. der erzielten Überschüsse. Zusammen mit den aus dem Eigenkapital und der RM-Zeit noch vorhandenen Rückstellungen betragen die gesamten Gewinnrückstellungen für die Versicherten beider Gesellschaften Ende 1954 rund 21 Mill. DM. Daraus konnte die Victoria bereits ab 1948/49 wieder Gewinnanteile für die Versicherten erklären. Die Aktionärdividende der beiden Lebensversicherungsgesellschaffen betrug für die Jahre bis 1952 6 v. H. und für 1953 und 1954 8 v. H. Für 1955 erwarten alle vier Gesellschaften befriedigende Ergebnisse. Ga.

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Bei der Colonia Kölnische Versicherungs-AG ist eine fortschreitende Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Die Beitragseinnahmen betrugen in 1953 rund 66,9, in 1954 rund 60,4 und in 1955 etwa 75 Mill. DM. Für 1954 wird auf Beschluß der oHV eine Dividende von 8 v. H. gezahlt und 0,2 Mill. DM der freien Rücklage zugewiesen. Die Garantiemittel, technischen und sonstigen Reserven stiegen auf 65,7 (50,2 Mill. DM). Die Gesellschaft fordert jetzt von ihren Aktionären die noch ausstehende Kapitaleinzahlung von 8 DM je Aktie, um voll eingezahlte Namensaktien zu schaffen. Auf der HV teilte der AR-Vorsitzende Dr. Robert Pferdmenges mit, daß voraussichtlich der Abschluß 1955 in diesem Sommer vorgelegt wird und daß eine Kapitalerhöhung zu erwarten ist.