Geld aus Luft

Eine Satzung über Gebühren „für die Inanspruchnahme gemeindlichen Luftraums“ haben die Stadtväter von Ansbach erlassen. Danach muß jeder Besitzer einer Radioantenne und eines sogenannten „Spions“ drei Mark jährlich entrichten. Als Spione werden an einem Fenster angebrachte Rückspiegel bezeichnet, mit denen man vom Zimmer aus sehen kann, wer an der Haustür Einlaß begehrt. Die Gebühr für Antennen und Spione wird mit der Begründung erhoben, daß sie „in den gemeindlichen Luftraum hineinragen“.

Ist das deine?

Wer in Paris nach einer durchzechten Nacht mit einem Morgenzug der Metro nach Hause fährt, kann neuerdings am U-Bahnhof Opera das riesengroße Mahnbild einer geschwollenen Trinkerleber betrachten. In Leuchtschrift wird ihm die Frage gestellt: „Ist das deine?“

Das Gruppenschwein

Wenn die „beispielhafte Initiative“ der FDJ-Gruppe des Dorfes Cantwitz bei Neustrelitz Schule macht, wird es in der Ostzone bald genug schlachtreife Schweine geben. Die Cantwitzer Blauhemden haben sich nämlich verpflichtet, ein „zusätzliches“ Schwein zu halten, das mit gespendetem Futter gemästet und zugunsten der Gruppenkasse verkauft werden soll. Für die Junge Welt ist das Gruppenschwein jedoch nicht nur volkswirtschaftlich, sondern auch politisch bedeutungsvoll. „Denn in allen Dörfern, in denen die FDJ gemeinsam mit allen Jugendlichen zusätzlich ein Schwein mästet, wird man also dadurch zahlreiche junge werktätige Einzelbauern für die Mitarbeit im Jugendverband gewinnen können.“

Die Rasse muß rein bleiben