Das Montageband von Fichtel & Sachs, Schweinfurt, verließ dieser Tage der zweimillionste Motor, der seit Aufnahme des Motorenbaues vor 25 Jahren in dem Nürnberger Werk entstand. Er wurde als Ehrengeschenk dem Erbauer der F.&S.-Motoren, Dir. Steinlein, überreicht. Der schwäbische Mechaniker und spätere Geheimrat Dr. h. c. Ernst Sachs kam nach der Erfindung der Torpedo-Freilaufnabe auf den Gedanken, in das Fahrrad einen Motor einzubauen. So wurde 1930 der erste Sachs-Motor mit 74 ccm Zylinderinhalt, 1,25 PS und 40 km/h Spitze herausgebracht. Fahrradfirmen entwickelten entsprechende Rahmen, und damit war der Vorläufer des Mopeds geschaffen. 1932 folgte der 98-ccm-Sachs, der bis 1950 unverändert blieb. Das Programm weitete sich aus auf Bootsmotoren, die 60-ccm-Saxonette und den Sachs 125, zu denen noch sieben stationäre Motoren kamen. Nach 1950 stellte Sachs mit dem 150 und 175 auch stärkere Motoren her, bis dann 1953 der eigentliche Mopedmotor erschien, mit dem mehr als ein Drittel aller deutschen Mopeds ausgerüstet sind. m i d.