In ihrem Geschäftsbericht für 1955 nimmt die GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung, deren Kapital von 12 Mill. DM sich in Händen der Deutschen Bank-Nachfolgeinstitute befindet, in anerkennenswert maßvoller Form zum Problem der Teilzahlungsgeschäfte Stellung. Die Verwaltung begrüßt es, daß die Frage einer gesetzlichen Regelung der Teilzahlungsgeschäfte wieder aufgegriffen wurde, weil sie darin eine Möglichkeit sieht, gewisse Überspitzungen in bezug auf die Höhe der Anzahlung und die Laufdauer des Geschäfts entgegenzuwirken. Die Absatzfinanzierung ist in den letzten Jahren Wege gegangen, die volkswirtschaftlich oftmals bedenklich sind. Um so begrüßenswerter ist es, wenn von einem Finanzierungsinstitut selbst einmal der Finger auf die Wunde gelegt wird. Die gleichzeitig erhobene Forderung, eine gesetzliche Regelung dürfe sich nicht auf die durch Teilzahlungskreditinstitute finanzierten Käufe beschränken, erscheint durchaus berechtigt. Es müssen – wenn eine Entscheidung für die Reglementierung fällt – alle Teilzahlungsgeschäfte, also auch die direkt finanzierten, erfaßt werden.

In 1955 hat die GEFA 450 603 Darlehnsanträge angenommen. Damit wurden Kredite von 233 Mill. DM finanziert. Der Verkaufswert der finanzierten Geschäfte betrug 262 Mill. Der Durchschnittsbetrag des Einzelkredits in Buchkreditgeschäft machte 455,14 DM, im Wechselkreditgeschäft 12 702,90 DM aus. Die Durchschnittslaufzeiten lagen bei den Buchkreditgeschäften bei 15,5 Monaten, bei den Wechselkreditgeschäften bei 20 Monaten. – Nach Zuführung von 0,9 Mill. DM an die Reserve und unter Berücksichtigung ausreichender Abschreibungen und Rückstellungen verbleibt für 1955 ein Gewinn von 1,01 Mill., aus dem eine Dividende von 8 v. H. ausgeschüttet wird.

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