Das Schwergewicht des Geschäfts der Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG. Berlin/Hamburg, lag in den vergangenen Jahren in der Finanzierung des sozialen Wohnungsbaues. Daneben wurden aber auch für den gewerblichen Mittelstand Langfristige Kredite in größerem Ausmaß bereitgestellt. Die Mittel hierfür stammten aus dem Verkauf von 20 Mill. DM 7 1/2prozentigen Kommunalschuldverschreibungen (aus 1954), deren Erlös der Deutschen Genossenschaftskasse, Frankfurt/Main, zur Ausleihung an mittelständische Betriebe über die Zentralkassen und die Kreditinstitute des genossenschaftlichen Unterbaues zur Verfügung gestellt wurde. Diesem Kapitalfluß kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, weil durch ihn auch solche Kreise erreicht wurden, die nach Hypothekenbankgrundsätzen keine ausreichenden grundbuchlichen Sicherheiten stellen konnten. Natürlich ist ein Betrag von 20 Mill. DM hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Lösung der Kapitalnot des Mittelstandes muß von einer anderen Seite, nämlich von der Steuer her, erfolgen.

Die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank hat ihr AK nach der jetzt vorliegenden Umstellungsrechnung im Verhältnis 10 : 1 auf 0,5 Mill. DM zusammengelegt. Während Erträgnisse der Jahre bis 1954 in der Hauptsache der Stärkung der Reserven dienten, wird für 1954 erstmalig auch wieder eine Dividende von 6 v. H. zur Ausschüttung gebracht. Die ausgewiesenen Rücklagen per 31. 12. 1954 betragen 0,83 Mill. DM. Der Alleinaktionär, die Deutsche Genossenschaftskasse, stimmte jetzt der Kapitalerhöhung auf wieder 5 Mill. DM zu. Die Bilanzsumme stieg in 1954 auf 186,08 (plus 71) Mill. DM. Für 90,082 Mill. DM wurden Schuldverschreibungen abgesetzt. Der Umlauf an Inhaberpfandbriefen, Namenspfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen betrug am 31. 12. 1954 etwa 142 Mill. An Hypothekendarlehen wurden 21,79 Mill. DM abgerechnet. Die Darlehensauszahlungen konnten mit dem Pfandbriefabsatz nicht Schritt halten, so daß ein Bestand von 49,5 Mill. an zugesagten Darlehen in 1955 übernommen werden mußte. Kommunaldarlehen wurden für 43,6 Mill. DM ausgegeben. K. W.

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Die Deutsche Schiffahrtsbank AG, Bremen, hat ihr AK um 1 Mill. DM auf 5 Mill. DM erhöht. Die neuen Aktien sind von einem Bankenkonsortium übernommen worden und werden den Aktionären im Verhältnis 4 : 1 zum Bezüge angeboten. Die nunmehr durchgeführte Kapitalerhöhung war bereits in der HV vom 21. Mai 1954 genehmigt und bis zum 8. Juli 1957 befristet worden. Einschließlich der offenen Reserven beläuft sich das Garantiekapital der Bank gegenwärtig auf 6 Mill. DM.

Die Deutsche Hypothekenbank (Actien-Gesellschaft), Berlin-Hannover, hat die Aktionäre zur oHV am 26. März 1956 im Sitzungssaal der Berliner Handels-Gesellschaft, Berlin W 15, Uhlandstraße 165/166, eingeladen. Näheres ist aus der Bekanntmachung im Bundesanzeiger Nr. 40 vom 25. Februar 1956 zu entnehmen.