Ein Mädchen aus Flandern (Deutschland). Mit einem hohen Maß an Gerechtigkeit brachte Helmut Kästner Zuckmayers deutsch-belgische Liebesgeschichte vom "Engele von Loewen" auf die Leinwand, Doch benutzte er zu bekannte Metaphern. Die Besetzung – in den Hauptrollen Nicole Berger und Maximilian Schell – ist in jedem Fall jenseits aller Schablone. (DIE ZEIT, Nr. 8).

Teufel in Seide (Deutschland) Nach Gina Kaus Romanvorlage wickeln Uli Palmer, Curd Jürgens und Winnie Markus gelegentlich pseudodämonisch eine Ehebruchgeschichte ab. Aber die Titelrolle ist mit Lilli Palmer grandios besetzt. Sie ein pathologisch eifersuchtgeplagtes Teufelsweib spielen zu sehen, läßt den Betrachter manche Fehlzündung der Handlung leicht ertragen. (Die ZEIT, Nr. 3).

Das Ende einer Affäre (USA). In diesem Film nach Graham Greenes Roman handelt es sich nach Greenes bewährter Formel "sex, sin and salvation" um das religiöse Gelübde einer Frau, die auf ihren von Bombentrümmern verschütteten Liebhaber verrichten will, wenn er am Leben bleibt. Obwohl der Streifen eine Reihe unglücklicher Passagen besitzt, wirkt er nachhaltig durch das Spiel Deborah Kern. (DIE ZEIT, Nr. 14/1955.)

Lob Montez (Deutschland-Frankreich). Unter den sensiblen Händen Max Ophüls wurde aus einem Bestseller-"Schinken" vom Leben des Königsliebchens dennoch ein interessanter Film. Die Besetzung selbst der Episodenrollen ist auserlesen wie nur selten in Mammutstreifen dieser Art. (DIE ZEIT, Nr. 3.) Projector