Die Preise fast aller Haushalts- und Eisenwaren sind seit Jahresanfang durchschnittlich um fünf v. H. gestiegen. Dies haben ohne ernsthaften Widerspruch Vertreter des Fachhandels festgestellt. Die Preissteigerungen werden auch für das Geschäft auf der Internationalen Kölner Hausrat- und Eisenwarenmesse (2. bis 5. März) bestimmend sein. Ob sich allerdings daraus ein Nachlassen der Einkaufsfreudigkeit des Fachhandels ergeben wird, erscheint angesichts der optimistischen Konjunkturerwartungen im Hausrat- und Eisenwarenhandel fraglich. Man rechnet sogar mit weiteren Umsatzerhöhungen, weil der günstige Einfluß der Baukonjunktur vermutlich zunächst noch nicht abflachen wird.

Die in Köln vertretenen Industriezweige haben versichert, daß weder neue Preiserhöhungen eintreten noch Voraussetzungen zu Preissenkungen Vorliegen würden. Man wolle vielmehr jede Chance zur Preisstabilität wahrnehmen. Der Handel wird diese Reaktion der Industrie als eine Auswirkung seiner wiederholten Ermahnungen, nicht über den Daumen zu kalkulieren, werten können. Offensichtlich neigt der Handel nicht dazu, alle Preiserhöhungen, insbesondere aber nicht das Ausmaß der eingetretenen Erhöhungen als unumgänglich hinzunehmen. Inzwischen sollen Industrieunternehmen ihre ursprünglichen Erhöhungen bereits wieder nach unten "korrigiert" haben. Dü.