Kassenschlager: Eisenhower

In einer einzigen Nacht haben die Republikaner in "Salut-für-Eisenhower-Dinners" im ganzen Lande – mit einem Preis von 100 Dollar pro Gedeck – ihren Wahlfonds um rund fünf Millionen Dollar bereichert. Die Demokraten schätzen, daß sie zur Zeit nicht mehr als 150 000 Dollar haben, hoffen aber, für die Wahl 7,5 Millionen aufbringen zu können. Wahrscheinlich wird der Wahlkampf dieses Jahres der bisher teuerste werden und weit mehr kosten als die dreiundzwanzig Millionen Dollar, die die beiden Parteien im Jahre 1952 als Ausgaben gemeldet haben.

Höflichkeit muß sich lohnen

Zürichs Straßenbahnschaffner sollten mit Rücksicht auf die Ausländer die Haltestellen nicht im unverständlichen Schwyzerdütsch, sondern hochdeutsch ausrufen, forderte ein Leserbrief in einer Zürcher Zeitung. Antwort der Redaktion: "Ihr Vorschlag läßt sich leider nicht durchführen. Eine Tramfahrt kostet höchstens vierzig Rappen. Die Beträge, bei denen Schweizer den Ausländern gegenüber höflich werden, liegen aber erfahrungsgemäß höher."

Mädchen für 4000 Dollar

Interessante Einblicke in die raffinierten Methoden arabischer Sklavenhändler gibt der Bericht des Sekretärs der Gesellschaft zur Bekämpfung der Sklaverei, Charles W. W. Greenidge, den der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen im April behandeln wird. Saudi-arabische Sklavenhändler schicken ihre als gläubige Pilgerväter getarnten Agenten in die Dörfer des Sudans, mit dem Auftrag, dort "Pilgerfahrten" nach Mekka zu organisieren. In Port Sudan werden dann die Pilger in kleine arabische Boote verladen und über das Rote Meer zu dem arabischen Hafen Sith transportiert. Dort wartet auf sie die arabische Polizei, die sie als illegale Pilger unverzüglich einsperrt und nach kurzer Haft den Sklavenhändlern zuführt. Diese erzielen für 15 jährige Mädchen Höchstpreise bis zu 4000 Dollar; Männer unter vierzig werden mit 400 Dollar gehandelt; alte Frauen bringen knapp 100 Dollar. Jährlich sollen über 600 Menschen diesen Transaktionen zum Opfer fallen.

Kein UNO-Sitz für den Papst