Frank Yerby: Das Erbe der Bentons. Aus dem Amerikanischen übertragen von Bernhard Zebrowski. Lothar Blanvalet Verlag, Berlin. 472 S., 17,80 DM.

Der Blanvalet-Verlag scheint ein Flair für ideale Unterhaltungslektüre zu haben. Das bewies er erneut mit dem jüngsten Buch des zu Recht vielgelesenen Yerby. Alle Befürchtungen, einem schwermütigen Blut- und Boden-Drama in diesem dickleibigen Vier-Generationen-Roman aus Lousiana zu begegnen, werden zerstreut durch eine reelle und spannungsgeladene Mischung von deftiger Familienhistorie und krasser, aber psychologisch glaubhafter Erotik.

Henry Misrock: Beim Würfeln fiel die Sieben. Deutsch von Dr. A. Dohm. Verlag Deutsche Volksbücher, Stuttgart. 312 S., 9,80 DM.

Der Verfasser möchte an der unerklärlichen Heilung von vier amerikanischen Kriegsinvaliden die revolutionären Folgen demonstrieren, die ein echtes religiöses Wunder in der heutigen Welt seiner Ansicht nach auslöst. Mit Unverfrorenheit macht er sich an das große Thema heran und vergreift sich dabei zwangsläufig im Ton, indem er den sehr viel Reife erfordernden Stoff wie eine dickgepfefferte Pocket-Book-Story abhandelt.

Mary O’Hara: Grünes Gras der Weide. Aus dem Amerikanischen übertragen von Liselotte Julius. Rheinische Verlags-Anstalt, Wiesbaden. 384 S., 9,80 DM.

Dem mehr für weiche Gemüter bestimmten Buch ist nur eins vorzuhalten: der gelegentlich auftretende "innere Monolog" der rassigen Rösser von Wyoming. Davon abgesehen ist der Roman zwischen den Farmerkindern Ken und Carey und den feurigen Vierbeinern "Sturmwind" und "Juwel" so fein gefädelt, daß man ihm eine Leserschar von 10- bis 80jährigen garantieren kann.

Luisa Forrellad: Die ewige Angst. Übersetzt von Heinz Müller. Ludwig Maier & Gerhard Neumann Ve-lag, Mannheim. 287 S., 13,80 DM.