Ein Mädchen aus Flandern (Deutschland). Mit einem hohen Maß an Gerechtigkeit brachte Helmut Käutner Zuckmayers deutsch-belgische Liebesgeschichte vom „Engele von Loewen“ auf die Leinwand. Doch benutzte er zu bekannte Metaphern. (DIE ZEIT, Nr. 8.)

Himmel ohne Sterne. Helmut Käutner hat das Thema Nr. 1 des zerrissenen Deutschlands, die Grenze mitten durch das Volk, in diesem Film als erster aufzugreifen versucht. Er stellt Liebe und Tod eines westlichen Grenzpolizisten und einer Aktivistin der Sowjetzone in den Mittelpunkt und ist als einzige deutsche Produktion für die Filmfestspiele in Cannes angemeldet worden. Leider hat Käutner mit billigen Kintoppeffekten wilder Verfolgungsjagden am Schluß nicht gespart, und trotz des sicheren Griffs, Menschen ins Bild zu bringen und keine Schattenwesen, begibt er sich durch mangelnde Konsequenz größerer Wirkung. (DIE ZEIT Nr. 51/1955).

Dunja (Deutschland). Unter den fast ein Dutzend „Remakes“, mit denen die deutschen Filmgewaltigen ihre Einfallslosigkeit dokumentieren, ist dieses eines der besten. Hier wird nämlich zum erstenmal versucht, das Thema eines alten, großen Films – „Der Postmeister“ mit Heinrich George – wie mit neuen Augen zu sehen.