Ikonenforscher Wendt †. Der Ikonenforscher Dr. med. C. Heinrich Wendt starb 56jährig in Hannover. Wendt besaß die größte private Ikonensammlung der Welt und schrieb außer mehreren Büchern über Ikonermalerei des öfteren Beiträge für die ZEIT.

Liturgische Kunst in Rom. Eine Ausstellung "Liturgischer Kunst in Deutschland 1945 bis 1955" ist im römischen Lateran-Palast am Vorabend des 80. Geburtstages von Papst Pius XII. eröffnet worden. Zu den 463 Leihgaben aus deutschem kirchlichem Besitz gehören unter anderem Taufgeräte, Wandbehänge, Fresko- und Mosaikarbeiten, Kelche, Tabernakel, Kerzenständer und jede Art von Kreuzen. Zum Vergleich enthält die Ausstellung eine Schau deutscher liturgischer Kunst des Mittelalters.

Grundstein zur Beethovenhalle. Die Bonner Beethovenhalle, die im Kriege zerstört worden war, soll wieder errichtet werden. Die Grundsteinlegung findet am 16. März statt.

Zweierlei Maß. Der Verfasser des "Indischen Zeitalters", Peter Hacks, der kürzlich in die Sowjetzone umzog, wird sein in der Bundesrepublik uraufgeführtes Stück "Die Schlacht bei Lobositz" nicht auf den Bühnen der Zone sehen können. Die "Kulturbund"-Wocherzeitung "Sonntag" schreibt darüber, das Schauspiel könne wohl in der Bundesrepublik gute Wirkung haben, aber "diese Komödie auf den Bühnen unserer Republik in der vorliegenden Fassung, das heißt, mit dieser pazifistischen Tendenz, bedeutet faktisch, unsere wichtigste nationale Aufgabe, den Arbeiter- und Bauernstaat und unsere Errungenschaften durch stark:, bewaffnete Kräfte vor jedem Angriff zu schützen, zu ignorieren."

Ein weiterer Bertelsmann-Preis. Der Bertelsmann-Verlag, Gütersloh, veranstaltet für deutschsprachige Autoren ein Lyrik-Preisausschreiben. Jeder Bewerber muß bis zum 1. Juni drei bis fünf unveröffentlichte Gedichte einreichen. Der Jury, die die drei Preise von 1000, 600 und 300 Mark verteilt, gehören Gottfried Benn, Joachim Günther und Rudolf Hartung an.

Kaiserlicher Besitz versteigert. Die Firma Küppers und Bödiger in Bonn veranstaltet am 15. und 16. März eine Versteigerung besonderer Art. Der Katalog verzeichnet Stücke aus dem Besitz des deutschen Kaiserhauses, unter anderem eine Glaspokalsammlung, Uhren, Vasen, Weinkühler und -karaffen.

Lückenhafter Shaw ergänzt. Shaws nachgelassnes Stück "Warum sie nicht wollte", eine Farce, in der die Vergangenheit besser abschneidet als die Welt von Morgen, wurde von Leonard Britton vervollständigt. Das Werk, von dem mehrere Manuskriptseiten fehlten, soll im Juli in London uraufgeführt werden.