Ref der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Köln, hat sich das Geschäft auch im Berichtsjahr 1954/55 (30. 6.) wieder recht erfreulich entwickelt. Positiv sind die steigenden Umsatz- und Produktionszahlen, aber auch das Exportgeschäft, wenngleich hier die Preise stark umkämpft waren. Belastend wirkte sich dagegen die kurzfristige Verschuldung aus, die bei den meisten Beteiligungsgesellschaften gerade wegen der Geschäftsausweitung (höhere Lagerhaltung, vermehrte Außenstände) keine Minderung erfahren konnte.

Um jetzt die Mittel für die wachsenden Aufgaben freizubekommen, die besonders auf dem Elektrogebiet freimisch an die Unternehmen herangetragen werden, hat die Gesellschaft eine Reduzierung ihrer Beteiligungen vorgenommen – zum Nutzen der Elektrischen Licht- und Kraft-AG und für die abgetrennten Firmen –, die für ihre Finanzierungsmöglichkeiten einen freieren Rahmen bekommen haben. An eine Bankengruppe abgegeben wurde die Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG und die Märkische Kabelwerke AG, beides Westberliner Unternehmen. Eine seit 1938 bestehende Minderheitenbeteiligung an der Osram GmbH KG, Berlin, wurde verkauft. Das gleiche gilt für die Hellowatt Werke Elektrizitäts-AG, Berlin, die einen neuen Großaktionär gefunden hat. Im neuen Geschäftsjahr ist die Beteiligung an der Bayerische Elektrizitäts Werke, München, an die Süddeutsche Bank AG abgegeben worden. Damit ist die Elektrische Licht- und Kraft-AG nicht mehr an Elektrizitäts-, Versorgungs- und Verkehrsunternehmenbeteiligt. Im Geschäftsjahr 1954/55 wird ein Gewinn von 1,494 (einschl. Vortrag) ausgewiesen, aus dem eine Dividende von 6 v. H. auf das 20 Mill. DM betragende AK gezahlt wird.