Am 16. März wird in Bad Harzburg von der Deutschen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft (Hamburg) eine "Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft" eröffnet werden. Sie soll als feste Lehr- und Arbeitsstätte insbesondere der Heran- und Weiterbildung des "middle management" dienen. Das Arbeitsprogramm umfaßt Seminare für Meister, Vorarbeiter und Gruppenführer (Grund- und Aufbaulehrgänge, die je eine Woche dauern) und Seminare für technische und kaufmännische Führungskräfte (jeweils sechs Aufbaukurse zu je einer Woche). Die Akademie nimmt ihre Arbeit mit einem Lehrgang für Meister, Vorarbeiter und Gruppenführer am 19. März auf.

Diese Initiative der rührigen Hamburger Volkswirtschaftlichen Gesellschaft darf man wohl mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Sie reiht sich ergänzend ein in die von der Industrie und ihren Verbänden getragenen Bemühungen um die Förderung des Unternehmernachwuchses. Der Wirtschaft fehlen Führungskräfte, nicht nur oben, also im "top management", sondern auch in den unteren Regionen der betrieblichen Hierarchie. Der tiefgreifende Wandel der modernen Arbeitswelt, die Anforderungen, die Mitbestimmung und fortschreitende Automatisierung an Arbeiter und Angestellte stellen, erfordern bis hinunter in die kleinsten Schlüsselpositionen ein hohes Maß an Einsicht in die Gesamtaufgabe des Betriebes in technischer und sozialer Hinsicht. Das mit uns auf den Weltmärkten konkurrierende Ausland, besonders Amerika, ist uns auf diesem Gebiet ein gutes Stück voraus. Bleibt also nur zu hoffen und zu wünschen, daß sich die neue Akademie in ihrer praktischen Arbeit ihres anspruchsvollen Namens auch würdig erweisen wird. kr.