Ein Tag wie jeder andere (USA). Abgesehen vom Singspiel hat Joseph Hayes seinen Edelreißer von dem Gangstertrio, das sich bei einer amerikanischen Durchschnittsfamilie einnistet, in so ziemlich allen literarischen und theatralischen Versionen präsentiert. Selbstredend, daß der Filmaufguß der psychologischen Hintergründigkeit des Romans um manches nachsteht. Hayes Thema ist aber so symbolkräftig, daß auch die – bisher – letzte Variante unter William Wylers Regie ihre Wirkung nicht verfehlt. (DIE ZEIT, Nr. 10)

Ein Mädchen aus Flandern (Deutschland). Mit einem hohen Maß an Gerechtigkeit brachte Helmut Käutner Zuckmayers deutsch-belgische Liebesgeschichte vom "Engele von Loewen" auf die Leinwand. Doch benutzte er zu bekannte Metaphern. (DIE ZEIT, Nr. 8.)

Die großen Manöver (Frankreich). Reizvoll und unaufdringlich hat René Clair die Epoche der großen Manöver vor dem ersten Weltkrieg zur Kulisse eines Films gemacht, der eine üble Wette junger Offiziere um die Eroberung einer Frau durch einen Herzensbrecher aus ihren Reihen schildert. Dieser Film hebt sich von vielen anderen, die in der gleichen Epoche spielen, dadurch ab, daß er Phantasie, Charme und – kein Happy-End hat. (DIE ZEIT, Nr. 51/1955.)

Himmel ohne Sterne. Liebe und Tod eines westlichen Grenzpolizisten und einer Aktivistin der Sowjetzone stehen im Mittelpunkt dieses Films von Helmut Käutner, der für die Filmfestspiele in Cannes angemeldet worden ist. (DIE ZEIT Nr. 51/1955).