Am 14. März konnten die Buderus’schen Eisenwerke, Wetzlar, auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Nach zwei Jahrhunderten stetiger Aufwärtsentwicklung erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg in Ausführung des Artikels 41 der hessischen Verfassung eine gesellschaftsrechtliche – nicht wirtschaftliche – Trennung des vertikalen Aufbaues (Erzbergbau – Hochofenverhüttung – Gießereien) durch Gründung der Hessischen Berg- und Hüttenw.erke AG, an der Buderus weiterhin beteiligt ist und die die Erzgruben und die beiden Hochofenbetriebe in Wetzlar und Oberscheld betreut.

Nach Uberwindung erheblicher Schwierigkeiten lief die Produktion nach dem Kriege wieder an. 1951 wurde bereits die Höchstproduktion in Gießerei-Erzeugnissen der Vorkriegszeit überschritten! sie betrug damals 167 770 t und stieg bis 1955 auf 315 133 t an. Auf dem Gebiet der Eisenguß-Erzeugung nimmt das Unternehmen seit Jahrzehnten eine überragende Stellung ein. Von der Gesamterzeugung de. nahezu tausend Eisengießereien des Bundesgebietes entfallen auf Buderus rund 10 v. H. Das Produktionsprogramm enthält weiter Heizkessel, Badewannen, Stahlradiatoren, schmiedeeiserne Herde und ähnliches. Buderus widmet der Entwicklung neuer Werkstoffe besondere Aufmerksamkeit. So ist die Gesellschaft beteiligt an der Omniplast GmbH & Co., Frankfurt/Main-Höchst (Verarbeitung von Kunststoffen). Größere Werke für Rohr- und Baumaterialherstellung – Millionenprojekte – sind z. Z. im Bau in Ötigheim bei Rastatt und Wanne-Eickel.