Am 22. März wird in Stockholm die erste Nachkriegs-Modenschau deutscher Couture-Häuser Ausland über den Laufsteg gehen. Die Veranstaltung, an der die Berliner Firmen Gehringer & Glupp, Staebe-Seger, Horn, Schwabe und Schwichtenberg beteiligt sein werden, wird als Repräsentativschau der Berliner Damenoberbekleidungs-Industrie in einem großzügigen Rahmen gezeigt werden. Es sind zwei Vorführungen geplant, die man jeweils bis zu 1000 Gästen zugänglich machen will. Es wird damit gerechnet, daß nicht nur Schweden, sondern auch die übrigen skandinavischen Länder dieser Berliner Modeveranstaltung in Stockholm ihre Aufmerksamkeit schenken werden, zumal sie Spitzenleistungen der deutschen DOB-Industrie zeigen wird. An der Durchführung der Veranstaltung sind Kurt Allers als Vorsitzender des Exportausschusses der Berliner Bekleidungsindustrie und Bruno Glupp maßgeblich beteiligt.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß Schweden im Bezug von Textilien aller Art Deutschlands Kunde Nr. 1 ist. Diese Stellung nimmt es seit 1953 ein. 1954 wurden in elf Monaten für 159,5 Mill. DM und 1955 in der gleichen Zeit für 175,2 Mill. DM deutsche Textilien nach Schweden ausgeführt. Diese Mehrausfuhr entspricht einer zehnprozentigen Steigerung gegenüber 1954. An der Spitze des westdeutschen und Westberliner Textilexports nach Schweden stehen Damenoberbekleidung, Haushaltswäsche, Miederwaren und u. a. Unterkleidung. W.