Bei der Bank für Gemeinwirtschaft AG, Hamburg, wurde die Bilanzsumme um 43 v. H. auf 212 Mill. DM in 1955 ausgeweitet. Dieser überdurchschnittliche Satz spiegelt den weiteren Aufbau des Unternehmens wider, der äußerlich in der Verbreiterung des Filialnetzes zum Ausdruck kommt. Die Verwaltung legt Wert auf die Feststellung, daß die Ausweitung des Geschäfts nicht etwa allein auf Rechnung des Gründerkreises (95 v. H. GEG, 5 v. H. Gewerkschaften) gegangen ist, sondern den gelungenen Einbruch in die Privatkundschaft wiedergibt. Der Anteil dieser Kreise am Gesamtumsatz dürfte bei dem Hamburger Institut höher liegen als zum Beispiel bei der Schwesterbank in Nordrhein-Westfalen, bei der die konzentrierte Finanzkraft der Gewerkschaften in diesem Räume zu anderen Relationen führt. Für die Zukunft rechnet die Verwaltung allerdings mit einer Verlangsamung des Wachstums, das seit der Währungsreform ziemlich stürmisch vonstatten gegangen ist, mit allen Kinderkrankheiten natürlich, die junge Bankinstitute in ihrer ersten Zeit durchmachen müssen. Für 1955 wird erstmals eine Dividende auf das 5 Mill. DM betragende AK gezahlt, und zwar 6 v. H., ein Satz, dem sich auch die übrigen Gemeinwirtschaftsbanken (bis auf Hannover) anschließen werden. Eine Anpassung des AK an den gestiegenen Geschäftsumfang ist in Aussicht genommen, doch liegen Einzelheiten noch nicht fest. Genauso offen ist die Möglichkeit einer organisatorischen Konzentration der Gemeinwirtschaftsbanken, für die noch keinerlei Vorbereitungen getroffen sind. u e

Die Bayerische Vereinsbank, München, wird in Übereinstimmung mit den Großbankennachfolgern für 1955 10 v. H. Dividende zahlen. Die Bilanzsumme stieg von 1,2 auf 1,5 Mill. DM. Das AK erscheint nach der Anfang November 1955 erfolgten Kapitalerhöhung mit 33 (22) Mill. DM. Nach Zuführung von 11 Mill. werden die Rücklagen nunmehr mit 18 Mill. DM ausgewiesen. Damit beträgt das Eigenkapital 51 (29) Mill. DM und ist höher als in der Vorkriegszeit.

Die Schweizerische Luftverkehrs AG "Swissair" schlägt der am 26. März stattfindenden Generalversammlung im Hinblick auf die fortschreitende Expansion der Gesellschaft die Verdreifachung des Aktienkapitals von bisher 14 Mill. Franken auf 42 Mill. Franken vor. Die Übernahme des neuen AK ist durch ein Bankenkonsortium unter Führung der Schweizerischen Kreditanstalt gesichert. Die neuen, ab 1. April 1956 dividendenberechtigten Aktien sollen den Aktionären im Verhältnis zwei neue Aktien auf eine alte Aktie zum Nominalwert von 350 Franken angeboten werden. Die Gesellschaft schlägt für 1955 eine auf 6 (i. V. 4) v. H. erhöhte Dividende vor. Der Reingewinn ist mit 1,58 Mill. Franken ausgewiesen, wozu der Gewinnvortrag von 0,22 Mill. Franken hinzukommt.

"Bayerische Auto-Werke" gegründet. Die Victoria-Werke AG, Nürnberg, und die Firma Harald Friedrich, Werkzeugmaschinenfabrik in Traunreut/Obb., haben gemeinsam die "Bayerische Auto-Werke GmbH" gegründet, von denen die industrielle Fertigung des Kleinwagens "Spatz" mit Leichtstoff-Karosserie vorgenommen werden wird. Die "Bayerischen Auto-Werke" haben einen Betrieb in Traunreut, die Verwaltung befindet sich in Nürnberg.