Die gleichen Bergorte, die noch vor wenigen Wochen alles unter dem Vorzeichen "Schnee und Frost" getan hatten, preisen jetzt Krokus und Weidenkätzchen, Wanderwege und Ozon an und die letzten Skiabfahrten, wo die Sonne noch nicht aufgeräumt hat. Man hat diese Zeit die schwierigste für den Fremdenverkehr genannt, als ob sie nicht auch die schwierigste für den Reisenden wäre. Er weiß in vielen Fällen leider auch nicht so recht, was er tun und was er lassen soll. Aber tut es das Wetter allein? Zimmer oder Verpflegung müssen auch etwas taugen. Und wehe, wenn im Prospekt etwas lockte, was in der Natur "nicht stimmt".

Sicher ist, daß diese Wochen die ruhigste Zeit für das Heilbad mit der ernstgemeinten Kur sind. Eine günstigere Jahreszeit kann es einfach nicht geben, weil die Befolgung der ärztlichen Anordnungen, zum Beispiel stundenlange Liegekuren, durch das durchschnittliche Wetter leicht gemacht werden. Die Ärzte kennen die besonderen Heilerfolge in den Übergangsjahreszeiten.

Ist erst der Frühling im ganzen Land, dann kommt der schärfere Ton in den Wettbewerb des Fremdenverkehrs, denn dann wird wieder das "herausgestellt", was "zieht". Nur kurze Zeit zog der Frühling ganz allein. hm