Ausbildung beendeten 26000 17 700 53000

Von 1928–1954 aus-

gebildete Ingenieurehoch1) 480 000 340 000 680000

1) Für das Gebiet der BR umgerechnet.

2) Nach Strauss, Vors. der US-Atom-E.-Kommission.

3) Laut Statist. Zentralverwaltung, UdSSR.

Für 1956 und 1957 ist aber mit einer Verminderung des westdeutschen Ingenieurnachwuchses um etwa 20 v. H. zu rechnen. Die durch den Krieg gerissenen Lücken beginnen sich bemerkbar zu machen. Aber in der Sowjetunion, die unter Schäden dieser Art nicht weniger zu leiden hatte, wird das jährliche Neuar.gebot an Ingenieuren dennoch weiter erhöht werden. Nach dem Direktiven-Entwurf zum neuen Fünfjahrplan will die Sowjetunion bis 1960 die Zahl der jährlich neudiplomierten Jungingenieure um das Anderthalbfache, für die Schwerindustrie, das Bauwesen, den Transport und die Landwirtschaft sogar um das Zweifache erhöhen.

Das sind Zahlen, die zu denken geben. Die Denkschrift des VDI ist der ständigen Konferenz der Kultusminister vorgelegt worden, also jener Stelle, die sich von diesen Sorgen wohl zuerst angesprochen fühlen darf. Der VDI hofft, daß bei Annahme seiner Vorschläge die Nachwuchskalamitäten bis zum Jahre 1970 in etwa behoben sein werden. Abgesehen von dem Bedarf der Wirtschaft an Nachwuchskräften ist es auch unter sozialem Blickpunkt schwer erträglich, daß den Söhnen von Arbeitern (und Vertriebenen!) die Aufstiegschancen in den technischen Berufen durch Mangel an Ausbildungsstätten verbaut werden. Auf jeden Fall muß hier etwas geschehen. Es sollte möglich sein, in Zusammenarbeit aller interessierter Stellen die aufgetretenen Spannungen zu beseitigen und diesen Engpaß zum Verschwinden zu bringen. Schwere Schädigungen für die gesamte Wirtschaft können sonst nicht ausbleiben. O. Tappen