AUSSENHANDEL

In dem neuen deutsch-britischen Warenabkommen, das Anfang vergangener Woche in London unterzeichnet wurde, ist eine erhebliche Kontingentserhöhung im nichtliberalisierten Abschnitt des Warenverkehrs vorgenommen worden. Die Erhöhungen machen für gewerbliche Produkte 3,6 Mill. DM und für Agrarprodukte 2,5 Mill. DM aus. Zum erstenmal erscheint in dem Abkommen ein Kontingent für den Import britischer Flugzeuge.

In Bolivien untersucht eine technische Mission aus der Bundesrepublik die Möglichkeiten für die Wiederbelebung des deutsch-bolivianischen Handels. Außerdem wird die Gründung eines Instituts für die Ausbildung bolivianischer Techniker vorbereitet. Die Mitglieder der Mission hoffen, den Handel vor allem durch eine Produktivitätserhöhung der mittleren und kleineren Zinngruben steigern zu können.

Die deutsch-australischen Wirtschaftsverhandlungen, die am 20. März in Bonn begonnen hatten, sind zu einem vorläufigen Abschluß gebracht worden. Es wurde eine Einigung über die Verlängerung des am 30. Juni auflaufenden Handelsabkommens und die Aufstellung einer neuen Warenliste für die Einfuhr von ernährungswirtschaftlichen Gütern aus Australien erreicht.

AUSLAND

Das deutsch-schwedische Abkommen über die Regelung der Fragen, die sich aus dem Zwangs-Clearing Schwedens gegen die deutschen Vorkriegsvermögen ergeben haben, bringt die unter den gegebenen Umständen sinnvollste Lösung. Allerdings bleibt schmerzlich, daß der Privateigentümer im neutralen Schweden auf den Liquidationserlös seines Vermögens angewiesen ist, während er z. B. in der Schweiz das Vermögen gegen Leistung einer Ablösungsabgabe zurückerhielt.

Den Auftrag zum Bau einer kompletten Walzwerkanlage in Indien erhielt die Duisburger Demag von dem indischen Stahlkonzern Tata Iron and Steel Comp. Es handelt sich um ein kontinuierliches Knüppel- und Platinen-Walzwerk mit teils horizontal und teils vertikal angeordneten Duo-Walzgerüsten einschl. eines Vorwalzwerkes.