Die Atlas-Werke AG in Bremen, die nach dem Abschluß des Organvertrages mit der Hugo Stinnes Industrie und Handel GmbH, als "Dividendenpapier" nur noch beschränkt interessiert, zeichnet sich alljährlich durch eine große Publizitätsfreudigkeit aus. So ist auch der Abschluß für 1955 wieder recht ausführlich gehalten. Die Kapazität aller Betriebssparten war das ganze Jahr über voll ausgelastet, und das vorhandene Auftragspolster sichert eine Beschäftigung für mehr als zwölf Monate.

Der fakturierte Umsatz hat sich gegenüber 1954 um 17 v. H. erhöht und damit seit 1952 verdoppelt. Der direkte und indirekte Export ist mit einem Wertanteil von wieder 50 v. H. am Gesamtumsatz weiter beachtlich hoch-, an den gegenwärtig vorliegenden Bestellungen ist das Ausland sogar mit 60 v. H. beteiligt. Die Exportskala weist 16 europäische und 28 außereuropäische Abnehmer auf. Allerdings fehlt von Verwaltungsseite auch diesmal nicht der Hinweis auf die zunehmende Geschäftserschwerung durch die Forderung des Auslandes nach langjährigen Zahlungszielen. Belastend kommt ferner hinzu, daß der Gesellschaft "in zunehmendem Maß Festpreise auferlegt werden";die Übernahme größerer Exportaufträge enthält somit "neben der finanziellen Anspannung ein erhöhtes Risiko",

Die Bemühungen der Atlas-Werke, vom Schiffbau unabhängiger zu werden, sind auch 1955 erfolgreich gewesen (der Umsatz für den Schiffbau lag etwa auf Vorjahreshöhe, während in den anderen Sparten z. T. sogar erhebliche Umsatzsteigerungen erreicht wurden). Die 1955 beträchtlich erhöhten Anlagezugänge (sie betreffen in erster Linie das Maschinenkonto) von 2,63 (1,59) Mill. DM, von denen diesmal 1,43 (1,31) Mill. DM über Abschreibungen finanziert wurden, haben das Gesamtanlagevermögen von 12,97 auf jetzt 15,37 Mill. DM gebracht. Die Erfolgsrechnung schließt bei einem von 15,49 auf 17,10 Mill. DM gestiegenen Rohüberschuß (einschl. Organschaftsabrechnung) wieder ausgeglichen. An die freien Aktionäre kommt – wie im Vorjahr – eine Dividende von 6 v. H. zur Verteilung. W. S.

Bei der Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG stieg die Bilanzsumme in 1955 auf rd. 14,5 (alles in Mill. DM), die Prämieneinnahme von 8,4 auf 10,7. Das entspricht einer Zunahme des Beitragsaufkommens um rd. 27 v. H. Am Ende des Berichtsjahres verwaltete die Gesellschaft insgesamt 238 653 Versicherungsverträge. Aus dem erzielten Bruttoüberschuß der Gesellschaft werden 100 000 DM der gesetzlichen Rücklage und 400 000 DM der freien Rücklage zugewiesen. Der Reingewinn von 0,77 Mill. DM wird vorgetragen. Nach dem Bericht des Vorstandes hat sich das Unternehmen in dem bisher abgelaufenen Teil des Jahres 1956 befriedigend weiter entwickelt, so daß auch für 1956 ein günstiges Gesamtergebnis zu erwarten ist.

Die Nürnberger Lebensversicherung AG verteilt für 1955 wiederum an ihre Aktionäre eine Dividende von 8 v. H. Der Gesamtüberschuß betrug 8,3 Mill. DM. Davon kommen den Versicherten durch Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung 99 v. H. zugute. Die Kapitalanlagen des Unternehmens sind auf 155 (127) Mill. DM angewachsen, davon sind Grundbesitz und Hypotheken 77 Mill. und Schuldscheindarlehen 28 Mill. DM. Der Lebensversicherungsbestand ist Ende 1955 auf 920 Mill. DM gestiegen und dürfte sich jetzt der Milliardengrenze bis auf einen kleinen Betrag genähert haben.