Neulich erzählte ich einem Bekannten folgende Begebenheit: Ein deutscher Korrespondent hatte seine Redaktion verlassen müssen, weil er glaubte, deren nationalistischen Kurs nicht mehr mitmachen zu können. Daraufhin hatte ein Schweizer Bankier, der davon hörte und der zwar den Korrespondenten nicht kannte, aber offenbar seine Berichte gern las, dem Betreffenden sagen lassen, ungenannte Freunde hätten auf einer bestimmten Bank ein Konto eingerichtet, auf das jener während der nächsten zwölf Monate jeden Betrag, den er zum Leben brauche, ziehen könne – denn solange werde er wohl benötigen, um in Ruhe und ohne zu übereilten Entschlüssen gezwungen zu sein, etwas entsprechendes Neues zu finden. "Hätten Sie gedacht", so fragte ich, "daß es solche märchenhaften Wohltäter heute noch gibt?"