Es ist ungewöhnlich, daß ein Regisseur schon während der Arbeit an einem Film den Filmstoff zu einem Roman umschreibt. Helmut Käutner hat diesen Versuch unternommen:

Helmut Käutner: "Himmel ohne Sterne "Franz Schneekluth Verlag, Darmstadt, 197 S., 8,8O DM.

Es ist die Geschichte eines westdeutschen Polizeibeamten und einer mitteldeutschen Arbeiterin, deren Liebe über die Zonengrenze siegt, aber auch tragisch an ihr endet. Sicher gehört Mut dazu, das Thema der Grenze zwischen "Deutschland und Deutschland" so unbefangen vom Persönlichen her und unbeschwert von allen politischen Überlegungen anzupacken, wie Käutner es tat. Aber zu dieser Aussage.hatte der Film vollauf genügt. Zwar wird in dem Buch manches gesagt, was sich der Kamera und dem Dialog entzieht; zwar ist es reizvoll, aus der stark visuell beeinflußten Beschreibung abzulesen, wie ein guter Regisseur sein Thema gliedert und betrachtet; aber vieles im Film durch Kamera und Schauspieler Vermittelte wirkt in der Prosadarstellung unmotiviert und grob. Der Roman ist weder stilistisch noch in der Behandlung der Personen einheitlich und überzeugend. Sollte das Buch – wie man fast annehmen möchte – ein Erfolg werden, so wäre das ebenso unverdient wie ein Mißerfolg des Filmes. k. h. p.