An den Abschied dachte man nicht, an dem Zürcher Junifestabend im vergangenen Jahr, da Thomas Manns 80. Geburtstag begangen wurde. Im Schauspielhaus hatte es Rede, Rezitation, Vorlesung des Jubilars und Mozartsche Musik gegeben; dann im Zunfthaus ging es weiter: Mahl, Zutrunk und erste Geschenke. Verse, die für diese gesellige Abendstunde vorbereitet und zwei Schauspielerinnen zugeschrieben waren, sollten – ohne Maske – in der Mitternacht vorgetragen werden: aber in der späten Stunde waren wir alle der Worte, auch der festlichen, müde. Nun heute, an diesem ersten Gedenktag, mögen sie sich hören lassen: daß sie heiter sind, soll uns nicht anfechten. Wir fühlen uns dem "Zauberer" da nahe, wo wir leicht vom Schweren handeln.

DIE EINE:

Mime ich, doch unverkleidet,

Denn wie soll ich mich verkleiden,

Da mein Dichter mich zur Vielfalt

Flirrend und verwirrend locket,

Falten eines Fächers gleich?