er., Bremen

Ende August wird Bundesverteidigungsminister Blank zusätzlich zu den bereits geworbenen Freiwilligen noch einige ausgestopfte Soldaten haben. Sie sollen auf der Landwirtschaftsausstellung für die Bundeswehr werben.

Als ganz besondere Attraktion hat man sich in Bonn dazu ausgedacht, man wolle mitten in die Werbeausstellung, die als Wanderschau von Bremen durch die Lande reisen soll, einen Panzer stellen. Während sich die Ausstellungsleitung noch mit dem technischen Problem beschäftigte, wie man einen mittleren "Jagdpanzer" amerikanischer Bauart auf dem Holzfüßboden einer der Zelthallen unterbringen könne, witzelte man in Bremen bereits darüber, dieser Panzer solle der Landwirtschaft wohl zeigen, wie die Geräte aussehen, mit denen in der Lüneburger Heide die Ernte besorgt wurde.

Dann aber hagelte es Proteste. Wirtschaftssenator Wolters‚ prominentes SPD-Mitglied, gab eine öffentliche Erklärung heraus, die die Veranstalter der Ausstellung veranlaßte, schleunigst in Bonn um einen Panzerrückzug zu ersuchen.

Eine Antwort steht noch aus. So bleibt offen, ob ein schwankender Holzfußboden oder ein SPD-Protest die erste Panzerniederlage der Bundeswehr veranlaßt.

Senator Wolters schrieb: "Wenn. schon für Attraktionen Bedürfnis besteht, dann empfehle ich, einige Zuchtbullen der Besamungsstation statt des Panzers kommen zu lassen, da diese der Landwirtschaft verbundener sind." Schließlich würde sich zwischen den ausgestopften Soldaten ein "Kammerbulle" ganz gut machen...