Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG, Dortmund, hat gute Rationalisierungserfolge aufzuweisen. Zusammen mit der Mengenzunahme konnte sie in Produktion und Verkauf ihrer Energien die Ertragskraft so stärken, daß der Mehreinsatz an US-Kohle innerbetrieblich aufgefangen und darüber hinaus noch Preissenkungen vorgenommen werden konnten. Im Jahresbericht teilt der Vorstand mit, daß rund 25 v. H. des winterlichen Kraftwerk-Brennstoffbedarfs aus dem Ausland bezogen werden mußten, wobei Mehrkosten von über 60 v. H. gegenüber dem Inlandkohlepreis in Kauf zu nehmen waren. Es gelang, diese nicht unerheblichen Mehrkosten aufzufangen, obwohl seit Beginn des Berichtsjahres für Sonderabnehmer und für Verteilerwerke die Preisstellung verbessert worden war und darüber hinaus die allgemeinen Tarifpreise für Elektrizität ab 1. Januar teilweise ermäßigt wurden. Die allgemeinen Tarifpreise für das blieben trotz der Kohlepreiserhöhung unverändert.

Nach einem neuerlichen Investitionsaufwand in 1955 über 109 Mill. DM hat VEW seit der Währungsreform für fast 520 Mill. DM in den Anlagen investiert. Die nutzbare Stromabgabe erhöhte sich 1955 um 11,79 v. H. auf 3,69 Mrd. kWh, die Gasabgabe um 17,68 v. H. auf 344,3 Mill. cbm-, an Heizdampf (im Zuge der seit 1953 im Aufbau befindlichen Stadtheizung Dortmund) wurde eine Leistung von 37,7 (20,5 Mio-kcal) erreicht, mithin 84,1 v. H. mehr als im Vorjahr.

Das Unternehmen verteilt für 1955 auf 91 Mill. DM AK aus 6,55 (6,55) Mill. DM Reingewinn eine Dividende von wieder 7 v. H. Für die in einer ao. HV. vom 12. März 1956 beschlossene Kapitalerhöhung um 91 auf 182 Mill. DM zum Kurse von 100 v. H. wurden der freien Rücklage 6 Mill. DM und dem Ertrag 15,5 Mill. DM entnommen. Die Bilanz zeigt die Anlagen mit 871 (774) Mill. DM, das Umlaufvermögen mit 79,7 (79) Mill. DM, andererseits Wertberichtigungen mit 465 (i. V. nicht ausgewiesen) und Verbindlichkeiten 169,9 (143,8) Mill. DM. -l t.