Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts hatte die westdeutsche Ausfuhr von Zigarren, Stumpen und Zigarillos im vergangenen Jahr einen Wert von 566 000 DM. Die Zigarrenindustrie der Bundesrepublik konnte somit das Exportergebnis des Jahres 1954 um 120 000 DM oder 26 v. H. überschreiten. Im Vergleich zu anderen Industriezweigen ist dieser Exporterfolg allerdings verhältnismäßig bescheiden; er gewinnt jedoch eine besondere Bedeutung, wenn man in Rechnung stellt, daß im Jahre 1951 der gesamte bundesrepublikanische Zigarrenexport nur einen Wert von 125 000 DM hatte.

Westdeutsche Zigarren wurden im vergangenen Jahr nach 27 Ländern in Europa und in Übersee ausgeführt. Wichtigster Abnehmer war wieder Schweden, das mit Zigarren im Wert von 293 000 DM (1954: 253 000 DM) über die Hälfte des gesamten Zigarrenexports der Bundesrepublik aufnahm. Nach Australien, Norwegen, den USA, Südafrika und Neuseeland konnten die Exporte ebenfalls erheblich ausgeweitet werden, aber auch in der Türkei, in Dänemark, Belgien, Frankreich, Spanien und u. a. Äthiopien waren deutsche Zigarren im vergangenen Jahr stärker gefragt. Rückläufig entwickelte sich der westdeutsche Zigarrenexport dagegen nach Großbritannien, den Niederlanden, Ägypten, Südwestafrika, Kanada und Guatemala.

Wenn es auch langsam geht, so geht es doch aufwärts. Offensichtlich trifft der Slogan "Immer mit der Ruhe und ’ner guten Zigarre" auch für den Export zu ... w e.

*

Die Victoria Werke AG, Nürnberg, (Fahrräder, Mopeds, Motorräder, Motorroller und Nähmaschinen) wird von der ihr in der letzten HV erteilten Ermächtigung nunmehr Gebrauch machen und ihr Grundkapital um 1,075 Mill. DM auf 4,755 Mill. DM erhöhen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wird wie üblich ausgeschlossen, jedoch wird ein unter Führung der Rhein-Main Bank AG, Frankfurt a. M., stehendes Bankenkonsortium den Aktionären sowie den Inhabern der 6 1/2prozentigen Wandelschuldverschreibungen von 1952 die neuen Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. April 1956 im Verhältnis 5: 1 zum Kurs von 100 v. H. anbieten. In den ersten neun Monaten des laufenden Rechnungsjahres konnte der Umsatz nahezu auf dem ungewöhnlich hohen Stand des Vorjahres gehalten werden; der Beschäftigungsgrad ist durch größere Fertigungstiefe jedoch nochmals um 5 v. H. gestiegen. Erheblich gebessert hat sich das Fahrradgeschäft die Nähmaschinenabteilung in den kommenden Wochen mit einem neuen Typenprogramm, das auf der Deutschen Nähmaschinenausstellung in München ausgezeichnet aufgenommen wurde, in die Serienfertigung gehen.