Die Askania- Werke AG‚ Berlin, deren umfangreiches Produktionsprogramm Instrumente und Geräte für Wissenschaft und Technik sowie Regler und Meßgeräte für Wärme- und Betriebstechnik umfaßt, haben im Geschäftsjahr 1955 den Umsatz um nur etwa 10 v. H. steigern können, während der Auftragsbestand am Jahresultimo um 68 v. H. über dem am Vorjahresschluß lag. Die Differenz erklärt sich aus der Tatsache, daß die Gesellschaft zwar ausreichende Fertigungsstätten besitzt, die aber infolge der Nachkriegsereignisse zunächst betriebsfremden Zwecken zugeführt wurden und jetzt nur unter größten Schwierigkeiten beansprucht werden können. Die Verwaltung hofft jedoch, in Kürze eine tragbare Regelung zu finden. Von dem Gesamtumsatz des Jahres wurden unmittelbar rd. 30 v. H. exportiert, unter Einschluß der indirekten Exporte betrug der Ausfuhranteil über 45 v. H. Wenn die Rentabilität auch durch die räumlichen Verhältnisse beeinträchtigt war, so ist es doch möglich gewesen, zum ersten Male nach dem Kriege einen Gewinn von 0,18 Mill. DM zu erwirtschaften, der die Ausschüttung einer Dividende von 4 v. H. auf das bisherige AK von 4,0 Mill. DM gestattet. Die HV stimmte der Kapitalerhöhung von 4,0 auf 7,0 Mill. DM auf dem Wege der "Eigenkapitalersatzfinanzierung" zu, wobei die Berliner Industriebank AG zunächst die neuen Aktien in voller Höhe übernimmt. Die Hauptaktionärin Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Düsseldorf, die am alten AK zu über 96 v. H. beteiligt war, hat sich jedoch verpflichtet, in absehbarer Zeit mindestens die Hälfte der neuen Aktien zu einem Übernahmekurs von 106 V. H. zu erwerben; auf den Rest besteht ein Optionsrecht.

Die Berliner Maschinenbau- AG ’voriö. L. Schwartzkopff hat durch die Enteignung ihres einstigen Lokomotivwerkes in Wildau bei ’Berlin über zwei Drittel ihrer früheren Substanz verloren und hatte auch auf dem in West-Berlin gelegenen Rest überdurchschnittliche Zerstörungen zu überwinden. Der Ausfall der Lokomotiv- und Großkompressorenfertigung machte den Ausbau des übrigen Produktionsprogramms erforderlich. Es umfaßt jetzt u. a. Linotype-Setzmaschinen, Bohr- und Fräsmaschinen, Flaschenblas- und andere Glasmaschinen, Maschinen und Einrichtungen für Walz- und Hüttenwerke und Textilmaschinen, während die Gießerei nicht nur den Eigenbedarf an Eisenguß, sondern den überwiegenden Teil des gesamten West-Berliner Gußbedarfs befriedigt. Der Wiederaufbau und der Anlauf neuer Fertigungen hatten verständlicherweise eine Reihe von Verlustjahren zur Folge, die aber nun ihr Ende gefunden haben. Im Geschäftsjahr 1955 ist zum ersten Male ein kleiner Gewinn von 0,022 Mill. DM erzielt worden, der bei einem AK von unverändert 4,992 Mill. DM zwar noch keine Dividende ermöglicht, aber doch deutlich die endgültige Überwindung der Verlustperiode zeigt. Die Umsatzsteigerung betrug im Berichtsjahr rd. 25 v. H., woran der Export, der etwa ein Viertel aller Umsätze ausmacht, mit einer Zunahme um 15 v. H. beteiligt war. – G. G.

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Die Norddeutsche Mende-Rundfunk G.m.b.H., Bremen-Hemelingen, konnte ihren Export in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 83 v. H. erhöhen. Bis heute stehen 102 Länder auf. der Bezieherliste. Sogar in den USA, wo die Käufer besonders hohe Ansprüche stellen, werden Geräte verkauft. Rundfunkempfänger und Musiktruhen hatten bisher den größten Ausfuhranteil; in letzter Zeit nimmt jedoch auch der Export von Fernsehgeräten laufend an Umfang zu.