Garten): Wie glücklich bin ich, wenn ich hier bin. Ich habe genug. Ich brauche nun meine Ruhe.

Burckhardt (beziehungsvoll): Sie drücken die Gefühle der ganzen Welt aus. Es liegt in Ihrer Hand, der Welt die Ruhe zu geben, die sie braucht.

Hitler: Nein, es liegt nicht mehr in meiner Hand. (Entläßt Forster, steht nervös und spricht leise:) Wenn ich erkenne, daß England und Frankreich zum Krieg anstacheln, dann würde ich den Krieg heute lieber haben als morgen, dieses Jahr lieber als nächstes Jahr.

Aber sicherlich sollte man einen vernünftigen Ausweg finden. Wenn die Polen Danzig absolut in Ruhe lassen, wenn sie nicht versuchen, mich mit falschen Karten zu überstechen, dann kann ich warten. Aber eine Bedingung ist, daß die Leiden unserer Minderheit in Polen aufhören. Man glaubt mir hier nicht. Aber ich habe befohlen, daß die sensationellen Fälle in der Presse nicht erwähnt werden (Kastrierung und so weiter). Sie regen die öffentliche Meinung zu sehr auf. Aber ich kann nun die Wahrheit nicht länger zurückhalten. Die Grenze der Duldsamkeit ist erreicht.

Ich bin fähig, Opfer zu bringen, zum Beispiel in Südtirol. Aber man gibt mir keine Anerkennung dafür und man schreit Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Ich kann politische Opfer bringen, aber alles hat seine Grenzen.

Ich habe es nicht immer gewußt, aber nun weiß ich es, daß England und Frankreich untrennbar zusammengehören. Das ist die Natur der Dinge. Ich intrigiere gegen sie nicht mehr, so wie sie gegen meine Freundschaft mit Italien intrigieren. Ich habe vier Jahre lang im Schützengraben gegen England und Frankreich gekämpft und ich erkenne den Mut dieser beiden Völker an. Aber es gibt etwas in den Angelsachsen (und den Amerikaner), was sie zutiefst von uns trennt. Was ist das?

Burckhardt: Vielleicht ist es die Treue gegenüber Verpflichtungen.