Rund eine halbe Milliarde DM stand im vergangenen Jahre auf der Leistungsseite der 81 Krankenversicherungsunternehmen, die im Verband der privaten Krankenversicherung e. V., Köln, zusammengeschlossen sind. Außerdem wird das Volumen dieses Versicherungszweiges, das in der Hauptsache von den größeren Unternehmen getragen wird, durch die beachtliche Prämieneinnahme von 719 Mill. DM präsentiert, die sich damit gegenüber 1954 um 9,5 v. H. erhöht hat. Die Gesamttendenz zeigt weiterhin ein langsames Wachstum, so daß sich die Zahl der Versicherten bereits Ende 1955 der Zehn-Millionen-Grenze genähert hat.

Auf Arzt- und Zahnarztkosten entfiel auf der Leistungsseite der Betrag von 254 Mill., für Krankenhauskosten wurden 99 Mill. und für Heil- und Hilfsmittel (insbesondere für Röntgendiagnostik) 44 Mill. DM ausgegeben. Sorge machen den Versicherungen die steigenden Kosten für die Heilbehandlung, mit denen in den meisten Fällen auch die Prämienerhöhungen begründet werden.

Fast 64 v. H. der Versicherungen entfallen auf die Krankenhauskostenversicherung, 26 v. H. haben Teil- und Zusatzversicherungen, 10,2 v. H. Krankenhaustagegeldversicherungen abgeschlossen. In den Zahlen der Teil- und Zusatzversicherungen sowie der Krankenhaustagegeldversicherung (zusammen etwa 3,5 Mill. Versicherte) sind zu einem großen Teil auch Mitglieder der Sozialversicherungen enthalten, die eine Zusatzversicherung eingegangen sind. Gerade diese Tatsache verdient besondere Beachtung, weil sie zeigt, daß weite Kreise der Bevölkerung nicht bereit sind, sich allein auf die Leistungen der Sozial- bzw. Pflichtversicherung zu verlassen, eine Haltung, die von den Vätern der kommenden Sozialreform nicht außer acht gelassen werden sollte. u e.