F. R. S., Bern, im August

Diesorgfältig und prompt geführte Statistik der Eidgenössischen Oberzolldirektion beweist mit ihren Zahlen zum Halbjahresende, daß die schweizerischen Außenhandelsumsätze im Wert und auch in der Menge alle bisherigen Ergebnisse übertreffen. Die Einfuhr stieg auf 3545,7 Mill. Fr. (+ 457,7 Mill. Fr. gegenüber der gleichen Periode des Vorjahrs), und die Ausfuhr ist mit 2902,3 Mill. Fr. um 254 Mill. höher als im ersten Halbjahr 1955. Der daraus resultierende Passivsaldo ist allerdings von 439,7 auf 643,4 Mill. Fr. angewachsen.

Der Exportpreisindex liegt übrigens 2 v. H. tiefer als 1955, während sich die Preise der eingeführten Rohstoffe und Fabrikate leicht erhöhten. Westdeutschland steht als Bezugs- und Absatzland unter allen Handelspartnern erneut an der Spitze. Da die Intensivierung des Handels vor allem auf der Importseite erfolgte, ergibt sich aber allein aus dem Verkehr mit der Bundesrepublik ein Bilanzdefizit von 450,2 Mill. Fr. Die ab 1. Juli in Kraft getretenen Zollsenkungen stellen für den Export der Schweiz eine spürbare Erleichterung dar und dürften zum sukzessiven Abtragen des Defizits – soweit der Fremdenverkehr es nicht ausgleicht – beitragen.