d. a., Hamburg

Der Hamburger Schiffbauingenieur Hermann Friedrich Wendel hat sich mit der Frage beschäftigt, ob man die seit etwa fünfzig Jahren bekannten Tragflächenboote nicht auch seetüchtig konstruieren kann; denn die bisherigen Boote hoben sich mit steigender Geschwindigkeit so weit aus dem Wasser, daß die Tragflächen teilweise oder ganz über den Wasserspiegel kamen, wodurch das Boot nur bei verhältnismäßig ruhiger Wasseroberfläche voll einsatzfähig war. Ingenieur Wendel begann 1950 mit seinen Versuchen und führte jetzt ein zehn Meter langes Versuchsboot auf der Elbe bei Hamburg vor (Bild oben). Dieses Boot trägt vier Personen.

Wenn es mit dem Rumpf im Wasser liegt, hat es einen Tiefgang von zwei Metern; ein Helgoland-Boot dieses Typs hätte 4,50 Meter und ein Transatlantik-Boot etwa zwölf Meter.

Der Bootsrumpf soll über das Meer schweben, unberührt von jeder Woge. Ob das möglich ist und ob der Rumpf selber seefest bleibt, sollen Versuche mit dem Helgoland-Boot zeigen.

Wäre ein solches Ozeanschiff überhaupt rentabel?

Ingenieur Wendel sieht optimistisch in die Zukunft, denn die Lizenzen für den Bau seines Bootes sind bereits vergeben. Die Stülcken-Werft in Hamburg wird im kommenden Jahr das Helgoland-Boot bauen, und vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange, bis wir in zweieinhalb Tagen von Bremen nach New York übers Meer schweben.