Die Kurse der drei Commerzbank-Nachfolger (Commerzbank-Bankverein, Commerz- und Credit-Bank, Commerz- und Disconto-Bank) wiesen Im Gegensatz zu den anderen Nachfolgeinstituten der Großbanken, deren Kurse innerhalb ihrer Gruppen nur geringfügig auseinanderfallen, große Unterschiede auf. Einige Bewertungen des Oktobers geben ein aufschlußreiches Bild:

5. 10. 56 26. 10. 56

Commerzbank-Bankverein 20? 203

Commerz- und Credit 229 204

Commerz- und Discont 229 209

Der Commerzbank-Bankverein hielt sich mit seinem Kurs etwa auf gleicher Höhe wie die Institute der Deutschen und Dresdner Bank. Dagegen lagen die Aktien der Commerz- und Disc.-Bank und der Commerz- und Credit-Bank erheblich höher. Der Grund war in den Aufkäufen zu suchen, die nach Börsenansicht der Commerzbank-Bankverein über ein befreundetes süddeutsches Institut vornehmen ließ, um auf diesem Wege eine Wiedervereinigung der drei Commerzbank-Institute zu erreichen. Ob dies mit Willen und Wissen der beteiligten Vorstände geschah, mag dahingestellt bleiben. Auf alle Fälle hat die Commerzbank-Gruppe einen anderen Weg zum Wiederzusammenschluß beschritten als die Deutsche oder Dresdner Bank. Das Ziel des Commerzbank-Bankvereins (Einfluß über Aktienkauf) war nur über beträchtliche Kursschwankungen zu erreichen. Seit einig in Tagen weisen nun die Bewertungen des Hamburger und Frankfurter Instituts stark rückläufige Kurse auf, Der Interessenerwerb hat plötzlich aufgehört. In Börsenkreisen schließt man daraus, daß die Absicht des Commerzbank-Bankvereins nunmehr erreicht worden ist. Die Beteiligten haben zu diesen Versionen weder zustimmend noch ablehnend Stellung genommen. Im Augenblick ist anzunehmen, daß sich die Kurse der drei Commerzbank-Nachfolger etwa auf gleiche Höhe einpendeln werden. Zu neuen Komplikationen könnte es nur kommen, wenn sich eine weitere Verstärkung der Positionen als notwendig erweisen sollte. Wahrscheinlich werden die Hauptversammlungen im kommenden Frühjahr einen Anhalt über die Kräfteverhältnisse geben. Bislang sprach man davon, innerhalb der Gruppe einige Aufsichtsratsmitglieder austauschen zu wollen, um auf diese Weise das stärkere (und jetzt wohl entscheidend gewordene) Gewicht des westdeutschen Instituts zum Tragen zu bringen. dt.

Die Konrad Hornschuh A.G., Urbach/Württ., ein mehrstufiger Textilbetrieb (Baumwollspinnerei, Zwirnerei, Weberei, Bleicherei, Färberei und Ausrüstung), der hauptsächlich hochwertige Damastwäsche und in seinem Zweigwerk Weißbach auch Kunststoffe und Kunstleder herstellt, hat die Dividende 1955 von 6 auf 8 v. H. erhöht. Das AK von 4,4 Mill. DM befindet sich im Familienbesitz. Für die Berichtszeit liegt wieder nur das Zahlenwerk ohne nähere Erläuterungen vor. Der Rohüberschuß ist von (alles in Mill.) 11,70 auf 12,12 gestiegen. Bemerkenswert hoch sind wieder die ao Erträge von 2,12 (1,02), denen ao Aufwendungen von 2,87 (1,36) gegenüberstehen. Nach Abschreibungen von 1,84 (1,47) verbleibt ein Gesamtgewinn von 0,38. Ga.