Wenn man auf den Zwillingsfelsen bei Zwiehausen klettert, gelangt man über eine Rolltreppe hinab zu den Anlegestellen. Eine heißt Linie Pataport und ist nur für die Dicken bestimmt. Und eine heißt Linie Filiport und befördert nur Dünne. Die Linien führen nach Pataburg, der Hauptstadt der Patapufs, und nach Filigrad, der Hauptstadt der Filifer. Zwischen diesen beiden Völkern, den dicken, faulen, unpünktlichen, gefräßigen, aber recht gutartigen Patapufs und den dünnen, fleißigen, pünktlichen, asketischen und recht bösartigen Filigers bestehen naturgemäß starke – Spannungen. Es kommt zum Krieg und die Dünnen siegen natürlich und besetzen das Land der Dicken. Und ebenso natürlich verlieren sie damit ihren Sieg; denn sie werden mit der Zeit dicker, fauler, unpünktlich und liebenswürdig. – Das alles können Paul und Terry bezeugen, die alles miterlebt haben. Sie besitzen sogar einen Paß des nun „Vereinigten Königreiches der Unteren Welt“, der gültig für alle Länder der oberen Welt ist. – So liebenswürdig, wie diese Unterweltsmenschen sind, ist dieses satirische Märchen von

André Maurois: „Patapuf und Filifer.“ Aus dem Französischen übertragen und mit 60 teils ganzseitigen Zeichnungen von Hans Georg Lenzen. Karl Rauch Verlag, Düsseldorf; 96 S., 8,50 DM,

das von der Geschichte und der Liebe einen Abstecher in die Kinderwelt gemacht hat – nicht ohne Seitenblicke auf die kindische Erwachsenenwelt –, der ihm gut bekommen ist und ein Buch geschrieben hat, das für Kinder und Erwachsene gleich bekömmlich und vergnüglich ist. Dazu tragen die Übertragung und die reizenden Zeichnungen von Lenzen nachdrücklich bei. w. e.