Das durch Ernteausfälle bedingte Steigen der Weinpreise erfüllt seit Monaten Weinbau und Weinhandel mit großer Sorge. Und wenn es zutrifft‚ daß Frostschäden und Schlechtwetterperioden auch in den übrigen Weinbauländern ihren Tribut fordern, wird es nicht ausbleiben, daß die weinverarbeitende Industrie (Sekt und u. a. Weinbrand), die ihre Weine in den besten Weinbaugebieten Europas einzukaufen pflegt, von dieser ungünstigen Entwicklung mit betroffen wird.

Um so erfreulicher ist die Feststellung, die kürzlich der Seniorchef der Weinbrennerei Asbach & Co., Hermann Asbach, bei einem Presseempfang anläßlich der Deutschen Gastwirts-, Konditoren- und Nahrungsmittelmesse in Berlin machte: „Es ist das ehrliche Bemühen aller echten Markenfirmen seit jeher, derartigen Preissteigerungen mit allen Mitteln entgegenzuwirken.“ So sei es in seinem Unternehmen in den vergangenen Jahren mehr als einmal gelungen, durch Erschließung neuer Verbraucherkreise eine günstigere Ausnutzung der Kapazität und damit eine Senkung der fixen Kosten zu erreichen. Diese hat es ermöglicht, trotz der Lohnerhöhungen und trotz der Preissteigerungen in der Zulieferindustrie den Endpreis stabil zu halten. An diesem bewährten Prinzip will er auch künftig festhalten. Wie weit allerdings die übrigen Erzeuger dieser neuen Situation begegnen können, bliebe abzuwarten ... E. R. M.