Der November hat – gerade in der europäischen Touristik – einen ziemlich üblen Ruf, den übelsten eigentlich von allen Monaten des Jahres. Nicht einmal in Paris oder in Italien ist man jetzt vor Nebel oder Regen sicher, und im Norden fällt vielleicht schon erster nasser Schnee. Jetzt verreisen? Ja, wohin denn? Höchstens den Sprung ins sonnige Ägypten könnte man jetzt wagen – hätte man wagen können, wenn dort nicht geschossen würde. Selbst die Saison des Wintersports mit sicheren Schneeverhältnissen beginnt, bis auf große Höhenlagen, erst zu Weihnachten, und dann richtig erst Mitte Januar.

Allein die zentralschweizerischen Verkehrsnachrichten können auch jetzt Versprechungen machen: „Jetzt, da die Fremden das Land verlassen haben, ist die beste Zeit der Zentral-Schweiz. Wer jetzt in ein Hotel kommt, wird nur von altem angestammtem Hotelpersonal empfangen und nach Noten verwöhnt. Das Wetter? Den ganzen Sommer über war das Wetter nicht halb so gut wie jetzt. Goldglanz liegt jetzt auf allen Bergen, und auf den Sonnenterrassen der Hotels kann man noch immer in Bluse oder Hemdsärmeln Kaffee trinken und braun werden...“ j

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Der Flugplatz Köln-Wahn, der seit Anfang Oktober von den alliierten Militärbehörden teilweise für den zivilen Luftverkehr freigegeben wurde, wird jetzt außer von der belgischen Gesellschaft Sabena und der British European Airways (BEA) von den Maschinen der Königlich-Niederländischen Luftfahrtgesellschaft (KLM) auf der Linie Amsterdam–Wien–Istanbul–Damaskus angeflogen. Außerdem gibt es einmal wöchentlich eine Verbindung nach Stuttgart.