Rathenow — die Stadt der Brillen", so hieß es einst in ganz Deutschland, bis die betriebsame Havelstadt hinter dem Eisernen Vorhang verschwand. Von dort kamen nicht nur Brillen, sondern auch alles was sonst dazugehört an Gläsern, Etuis und Schräubchen. An nichts herrschte Mangel, wenn es um die Brillen ging. Nun gibt es in Deutschland (und im Deutschen) noch andere "Brillen", an denen in der alten Stadt früher eaenf alls kein Mangel herrschte, wenn sie auch nicht zu den hervorragenden Erzeugnissen des Rathencwer Gewerbefleißes gehörten. Das gleiche galt für cbren Zubehör, so auch für die Becken aus keramisdietn Material, die stets in allen gängigen Größen und Formen für den einzigen Zweck vorhaiden waren. Aber unter den Moskauer Statthalter! in Mitteldeutschland hat sich auch die BrüleMerberichten wissen. Nicht nur optisch, sondern auch keramisch. Um es rundheraus zu sagen: in der nmen Turnhalle der Rathenower Friedrich Engels Scliule fehlen "seit langem", wie die Presse bescheiden meldet, zehn Toilettenbecken. Im letzten Witter gab es ob dieses Problems bereits heftige Dislussionen auf Regierungsebene", als nämlich das Ostberliner Ministerium für Leichtindustrie sich außerstande sah, die im plötzlichen Frost "überplanmäßig" geplatzten Geräte zu ersetzen, da nur der Bedarf für die spärlichen Neubauten in die