Die vielen phantasievollen Legenden um die „Rache der Pharaonen“,deren Opfer nach einem alten Fluch-eingemeißelt am Pyramideneingang – jeder werden sollte, der in diePyramide desTutanchamon eindringe und nach deren Öffnung tatsächlich 23 der beteiligten 25 Forscher in kurzer Zeit an einer rätselhaften Krankheit starben, haben jetzt, 23 Jahre später, einer wissenschaftlich-nüchternen Erklärung weichen müssen. – Der südafrikanische Geologe Wiles hatte kürzlich nach dem Besuch einer Höhle in Rhodesien ebenfalls die Symptome dieser Krankheit gezeigt – Muskelschmerzen, Fieber und Magenbrennen – und konnte nur durch eine Penicillin-Kur vor dem Tode gerettet werden. Der behandelnde Arzt des afrikanischen Geoffrey-Hospitals in Port Elizabeth, Dr. Dean, erkannte den Urheber dieser neuen, „histoplasmosis“ genannten Krankheitsform in einem bisher unbekannten Virus, der in amerikanischen Laboratorien entdeckt wurde. An ihm waren auch schon einige Forscher erkrankt und gestorben, die in alten Inka-Höhlen gearbeitet hatten. In allen drei Fällen, so stellt Dean fest, ist der aus dem Guano der Fledermäuse und anderen Faulstoffen erwachsende „Höhlen-Virus“ die Krankheitsursache.