Dd, Koblenz

„Ich habe den Wilhelm abgeschossen“, sagte kürzlich ein amerikanischer Tourist, als er am Deutschen Eck in Koblenz stand. Das vertraute er den Manne an, der neben ihm stand – einem amerikanischen Staatsbürger, der aus Koblenz stammt.

Dieser ehemalige Koblenzer reagierte auf das Eingeständnis des Fremden recht heftig, worauf dieser einräumte, daß er heute wegen des beim Vormarsch abgeschossenen Denkmals „sorry“ sei. Roß und Reiter des Denkmals hingen damals noch an einem Bein. Da sie aus wertvollem Kupferblech bestanden, verschwanden beide über Nacht. Die Koblenzer Kriminalpolizei brachte niemals Licht in die Affäre.

Ihrem nach Amerika ausgewanderten Landsmanne, der bei seiner Deutschlandreise mit dem Schützen aus Ohio ins Gespräch kam und es der Rhein-Zeitung mitteilte, verdanken nun die Koblenzer sichere Kunde darüber, wie Wilhelm abgeschossen wurde. Ein amerikanisches Geschütz, das bei Bassenheim stand, machte ihm den Garaus.

Unter den Deutsch-Amerikanern wird schon für die Wiederherstellung des Denkmals gesammelt...